Sukkot
Lieber Leser,
“Es bedarf aller Arten.” Dies ist die grundlegende Botschaft der Mizwa der “vier Arten” – Etrog, Lulaw, Hadas, Arawa – über die wir zu Sukkot den Segen sprechen. Mit den Worten des Midrasch:
Der Etrog hat einen guten Geschmack und verströmt einen angenehmen Duft; so auch der Teil des Volkes Israel, der sowohl Tora lernt, als auch gute Taten vollbringt … Die Dattel (die Frucht des Lulaw) hat einen guten Geschmack, duftet aber nicht; dies trifft auch auf den Teil des Volkes Israel zu, der zwar Tora lernt, aber keine guten Taten vollbringt … Der Hadas duftet wiederum, hat aber keinen Geschmack; dies steht für den Teil des Volkes Israel, der gute Taten vollbringt, aber keine Tora lernt … Die Arawa hat keinen Geschmack und duftet zudem auch nicht; so gibt es auch Juden die weder Tora lernen, noch gute Taten vollbringen … sagt G-tt: „Lass sie uns alle zusammenbinden und alle füreinander sühnen.“
Der Lubawitscher Rebbe führt aus, dass der Midrasch nicht nur sagt, dass „alle Teil des jüdischen Volkes sind“ oder „alle in den Augen G-ttes wunderbar sind“ oder auch, dass „alle notwendig sind“; er sagt, dass „alle füreinander sühnen.“ Dies impliziert, dass jede der vier Arten etwas besitzt, was die anderen drei nicht haben, und folglich “sühnt” und folglich die abwesenden Qualitäten der anderen drei ausgleichen.
Schabbat Schalom
Wussten Sie schon? Dieses Magazin können Sie auch ausdrucken und vor Schabbat mit in die Synagoge nehmen. Dort können Sie es in der Pause in Ruhe lesen, mit ihren Freunden teilen oder zum Kiddusch etwas daraus vorlesen. Jetzt ausdrucken und später lernen.
Mit diesen kleinen Anleitung werden Sie schnell verstehen, wie man die vier Arten schüttelt.
Zur Zeit des Tempels erreichten die Festlichkeiten von Sukkot ihren Höhepunkt in der grenzenlosen Freude, welche die Feier des Wasserschöpfens begleitete.
„An jedem dieser sieben Tage müssen wir die Sukka als dauerhafte und unser Haus als zeitweilige Wohnung betrachten ... Wir sollen in der Sukka essen, trinken, ruhen ... und lernen“ (Sukka 28b).
Vielleicht hört es sich seltsam an, aber der Feiertag Sukkot erinnert in gewisser Weise an die beiden Juden, die zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts gehörten.
Es war am ersten Tag von Sukkot, und alle Gemeindeglieder in der Schul von Rabbi Elimelek von Lisensk waren in festlicher Stimmung. Man konnte den Geist von Jom-Tow geradezu spüren.
In den Bergen des Kaukasus leben seit vielen Jahrhunderten Juden. Nach ihrer Überlieferung stammen sie von den Zehn Stämmen ab, und ihre Vorfahren zogen in den Kaukasus, nachdem Schalmaneser, der König von Assyrien, das Königreich der Zehn Stämme zerstört hatte.