Dwarim
Lieber Leser,
diese Betrachtung, spezifisch für "Schabbat Chason", den Schabbat vor Tischa beAw (Trauer- und Festtag für den zerstörten Tempel), soll dazu beitragen, das Wesen von Galut (Exil) tiefer zu verstehen, und auf eine damit verbundene besondere Aufgabe hinzuweisen.
Exil im Judentum bedeutet Abstieg; aber im Verlauf dieses langen Exils kommt es immer wieder vor, dass gewisse, auserwählte Einzelpersonen noch einen zusätzlichen Abstieg erdulden müssen, sozusagen eine persönliche Galut neben der allgemeinen. Es war vom König der Könige vorausgeplant, dass solche Menschen an einem Orte leben sollten, an dem die Galut sich besonders stark bemerkbar macht, wo also die geistige Finsternis schon fast undurchdringlich ist; und dass diese Menschen von G-tt für eben diesen zusätzlichen Abstieg bestimmt worden sind, ist als klares Zeichen dafür zu werten, dass gerade ihnen es ermöglicht worden ist, diesen "Abstieg" in einen geistigen "Anstieg" umzuformen – eine Fähigkeit, die andere nicht besitzen.
Schabbat Schalom
Vielleicht verbrachte Mosche seine letzten Tage auf Erden damit, Lehren zu wiederholen, die er bereits vermittelt hatte, um die Notwendigkeit von Bildung zu unterstreichen.
Auch wenn es ganz natürlich ist, Kritik nicht zu mögen, wird ein entwicklungsorientierter Mensch sie mit der Zeit schätzen und wertschätzen lernen.
Freunde sind da, um Mitgefühl zu zeigen und einen bedingungslos zu akzeptieren. Eltern sollen Orientierung geben. Eine Familie ist keine Demokratie; wenn überhaupt, dann ähnelt sie eher einer wohlwollenden Diktatur.