Noach
Lieber Leser,
in der dieswöchigen Sidra wird menschliches Versagen beleuchtet, zu einer Zeit, da die Menschheit ihr ganzes Verhalten nicht auf G-ttesnähe aufbaute. Mit der Ausnahme von Noach und seiner Familie war die damalige Generation einer Lebensweise verfallen, die sich auf Gewalttätigkeit und Rebellion gegen G-ttes Wort aufbaute - und die Katastrophe der Flut folgte. In gewisser Hinsicht sind wir alle Überlebende der Flut, und gerade wenn die Sidra Noach verlesen wird, ist es an der Zeit, dass wir uns darauf konzentrieren, wie wir die Fehler von Noachs Zeitgenossen vermeiden können. Wir müssen sorgfältig in das Studium der Tora eindringen, damit wir so erkennen, in welchem Verhältnis sie zu unserer Welt und zu uns als Juden steht. Dann sind wir befähigt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, aufgrund deren wir unsere täglichen Handlungen bestimmen.
Schabbat Schalom
Das heilige Buch Sohar diskutiert den Unterschied zwischen Noach und Moses. Moses betete zu G-tt für die Schonung seiner Generation, nachdem diese sich der Sünde des goldenen Kalbes schuldig gemacht hat. Noach hingegen betete nicht für die Schonung der Menschen seiner Generation, sie wurden von der Flut getilgt.
Die Menschheit hat nicht lange gebraucht, bis sie das Geduldsmaß ihres Schöpfers aufgebraucht hatte. Schon zehn Generationen nach ihrer Kreation vertilgt sie G-tt bis auf den Erdgrund. Eine gewaltige Sintflut überschwemmt das gesamte Land.
Die Welt liebt Helden. Darum muss Hollywood jedes Jahr neue Helden und Superhelden erfinden, damit die Kinokassen klingeln. Und es klappt. Warum? Nun, das ist heute nicht unser Thema. Heute wollen wir überlegen, was ein Held ist.
In der dieswöchigen Sidra heißt es (Genesis 7, 8): "Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist" (kamen sie paarweise in die Arche).
Zu biblischen Zeiten stand das Zusammenspiel von Reinheit und Unreinheit im Mittelpunkt des jüdischen Lebens. Heutzutage wird dieses Gesetz nur noch im Rahmen der heiligen Vereinigung zwischen Mann und Frau angewandt.