1. Dem Sangmeister, von Korachs Söhnen, ein Maskil.
2. Gott, mit unseren Ohren haben wir es gehört, unsere Väter haben uns von den Taten erzählt, die Du zu ihrer Zeit, in früheren Tagen gewirkt, hast.
3. Du, mit Deiner Hand hast Du Völker vertrieben und [Israel an ihrer Stelle] eingepflanzt, Nationen hast Du heimgesucht und verbannt.
4. Denn nicht durch ihr Schwert haben sie das Land geerbt, und ihr Arm hat sie nicht gerettet, sondern Dein rechter Arm und das Licht Deines Angesichts, denn Du hattest Wohlgefallen an ihnen.
5. Du bist mein König, Gott. Befiehl die Rettungen Jakobs!
6. Durch Dich stoßen wir unsere Bedränger, in Deinem Namen zertreten wir unsere Widersacher.
7. Denn nicht meinem Bogen vertraue ich, und mein Schwert wird mich nicht retten.
8. Denn vor unseren Bedrängern hast Du uns gerettet, und unsere Hasser machst Du zu Schanden.
9. Gott rühmen wir den ganzen Tag, und Deinem Namen wollen wir für immer danken. Sela.
10. Du hast uns verlassen und uns beschämt und ziehst nicht mit unseren Heeren aus.
11. Du treibst uns zurück vor unseren Widersachern, und unsere Hasser plündern für sich.
12. Du lieferst uns wie Schafe zum Fraß aus, und zerstreust uns unter die Völker.
13. Du verkaufst Dein Volk ohne Gewinn, und wucherst nicht bei ihrem Kaufpreis.
14. Unseren Nachbarn machst Du uns zum Hohn, zum Gespött und Gelächter denen um uns.
15. Zum Gleichnis unter den Völkern hast Du uns gemacht, zum Kopfschütteln unter den Nationen.
16. Den ganzen Tag ist mir meine Schmach vor Augen, und die Scham meines Angesichts bedeckt mich
17. wegen der Stimme des Höhnenden und Lästerers, wegen des Feindes und Rachsüchtigen.
18. Das alles hat uns ereilt, aber wir haben Dich nicht vergessen, noch haben wir Deinen Bund verleugnet.
19. Unser Herz ist nicht zurückgeschreckt, noch unser Schritt von Deinem Pfad abgewichen.
20. Denn selbst wenn Du uns in der Wohnung der Schlangen zerschlagen und uns mit dem Todesschatten bedeckt hast,
21. haben wir da den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände einem fremden Gott entgegengestreckt?
22. Kann nicht Gott das prüfen? Er kennt doch die Geheimnisse des Herzens!
23. Denn um Deinetwillen werden wir jeden Tag getötet und gelten als Schafe für die Schlachtbank.
24. Erhebe Dich! Warum schläfst Du, mein Herr? Erhebe Dich, verstoße uns nicht für immer!
25. Warum verbirgst Du Dein Angesicht? Vergisst unser Elend und unsere Not?
26. Denn in den Staub gedrückt ist unsere Seele, unser Bauch klebt an der Erde.
27. Erhebe Dich! Sei unsere Hilfe und erlöse uns um Deiner Güte willen!