Nasso
Lieber Leser,
die vorige Sidra, Bamidbar, wie die dieswöchige, Nasso, haben ein Thema gemeinsam: sie befassen sich mit dem Heiligtum in der Wüste und der Verteilung der mit ihm verbundenen Aufgaben, wenn es von einem Ort zum anderen getragen wurde.
Selbst wenn Juden sich in einer Wüste befinden, ist ihnen die Fähigkeit gegeben, ein Heiligtum zu errichten, damit G-ttes Allgegenwart unter ihnen und in jedem einzelnen von ihnen verweilen kann. Es gibt eine physische Wüste, ein Gebiet von Einöde, von rauhem Klima, von giftigen Schlangen. Es gibt aber auch eine spirituelle Wüste, und diese kann sich selbst in den blühendsten Gartenanlagen ausbreiten. Die Tora lehrt uns: Wenn Juden sich in einer solchen geistigen Einöde befinden, auch dann ist es möglich, nein, es ist dringend erforderlich, ein Heiligtum zu errichten und es mit uns zu tragen, wenn wir weiterwandern und fortschreiten, bis schliesslich alles ringsherum zu einem gesegneten und geheiligten Lande wird, Grundlage für die Erfüllung des Versprechens einer wahren und vollständigen Erlösung durch das Kommen des Maschiach.
Schabbat Schalom
"Es gibt nichts Neues unter der Sonne", schrieb König Salomo in Prediger. Und so entdecken wir in der Tora-Lesung dieser Woche, dass Untreue und andere eheliche Probleme nicht gerade ein neues gesellschaftliches Phänomen sind.
Über den Vers Wenn die Frau eines Mannes ihm untreu wird, welcher die Gesetze über eine unsittliche Frau einführt, lehren unsere Meister: „Der Mensch begeht nur eine Sünde, weil der Geist des Leichtsinns ihn überfällt“.
Wenn ich Ihnen zwei Teller vorsetzen würde, einen mit Keksen und einen mit einer Million Euro – welchen würden Sie wählen?
Himmel oder Erde? Kollel oder Kibbuz? Sind wir spirituelle Wesen, deren materielles Leben eine Herausforderung ist, die wir bewältigen müssen, oder bestenfalls ein Werkzeug, das wir nutzen sollten, um spirituelle Ziele zu verfolgen.
Die Bestimmungen über Sota, die in diesem Wochenabschnitt besprochen werden, betreffen eine verheiratete Frau, die eines Fehltrittes mit einem anderen Manne verdächtigt wird.
Kürzlich habe ich einen geliebten Sohn verloren. Ich habe mit Kummer und Ärger zu kämpfen gehabt bis ich schließlich durch irgendetwas ausgesöhnt wurde.
Ein sehr gescheiter junger Mann versagte in der Schule immer wieder ohne ersichtlichen Grund. Schließlich gingen die Eltern mit ihm zum Rebbe.