Schawuot
Lieber Leser,
nach Pessach, dem Fest Unserer Befreiung, kommt Schawuot, das Fest, an dem wir unsere Tora empfingen. Die Tage von Sefira (das Zählen des Omer) beginnen unmittelbar am auf den ersten Tages Pessach folgenden Tag und enden am Abend von Schawuot, sie verbinden diese zwei großen Feste.
Viele bedeutende Lektionen können davon gelernt werden, von welchen ich eine aufzeigen werde:
Unsere Weisen sagen uns, dass, als Moses dabei war die Kinder Israels aus Ägypten zu führen, er ihnen von G-ttes Verheißung, Seinem geliebten Volk die Tora zu geben, nachdem er sie von ihrer Knechtschaft befreit haben würde, erzählt. Gleichzeitig fragten sie, wann dieser glückliche Tag sein würde, und Moses antwortete, dass dies fünfzig Tage später geschehen würde. Die Kinder Israels zählten jeden Tag: Ein Tag ist vergangen, zwei Tage, drei, usw., gespannt vorwärts schauend auf den fünfzigsten Tag. Die Kinder Israels verstanden, dass dort keine wirkliche Freiheit sein konnte – Freiheit von jeglicher Furcht vor Unterdrückung durch andere, und Freiheit von den eigenen, bösen Neigungen – außer durch die Gesetze des Rechtes und der Gerechtigkeit, welche nur der Schöpfer der Menschheit machen kann, weil er am besten weiß, was gut für sie ist. So ist es nicht überraschend, dass sie so begierig waren die G-ttliche Tora zu empfangen, die die wundervollen Gesetze für sie und die ganze Welt enthält.
Lass uns auch erinnern, dass wir keine freien Menschen sein können, noch einer solchen Freiheit Wert sein würden, wenn wir nicht auf uns nehmen würden das zu befolgen und zu tun, was G-tt uns in Seiner Heiligen Tora befahl. Wie unsere Vorfahren am Berg Sinai, so müssen auch wir proklamieren: Na’ase VeNischma – wir wollen tun und hören; nur dann werden wir beständige Freiheit haben. Tatsächlich war es ihre Bestimmung, während sie nich in Ägypten waren, die Tora zu akzeptieren, womit sie ihre Befreiung von der Knechtschaft verdienten. Ebenfalls in dieser Zeit, unsere Rückkehr zu Tora und ihrer Befolgung, während wir auf die Erlösung warten, wird das kommen des Maschiach beschleunigen und wir werden die wahre und vollständige Erlösung in unseren Tagen verdienen.
Chag Sameach und Schabbat Schalom
Da das Schawuot-Fest unmittelbar bevorsteht, ist es wieder einmal angebracht, auf die Großartigkeit von Tora hinzuweisen und damit auf die absolute Notwendigkeit, die Tora zu lernen und zu beobachten.
In der rabbinischen Literatur wird vermerkt, dass G-tt Bürgen forderte, bevor er dem jüdischen Volk die Tora anvertraute. Das Volk stellte mehrere Kandidaten vor – die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, Moses und andere Propheten, aber G-tt wies sie alle zurück.
Lernen in der Schawuotnacht, Zehn Gebote, Milchspeisen, Das Buch Ruth, Akdamut, Jiskor und Eruw Tawschilin
Warum heißt es, Mosche habe die Tora vom Sinai erhalten, und nicht: „Mosche erhielt die Tora von G‑tt“?
Ein Jude lernt ständig (24/7/365) die Tora. Wir machen dabei Pausen, um zu Essen, Schlafen, Beten, Arbeiten und auszuruhen. Die restliche Zeit verbinden wir uns mit G-tt durch das Lernen seiner Weisheit.
Die größte Verschwörungstheorie aller Zeiten ist der Materialismus. Die zweitgrößte Komplott-Theorie ist die Erfindung der Tora durch die Juden.
Jemand schrieb einmal: „Ein Jude ist heute ein Mensch mit jüdischen Enkeln.“ Diese Worte sind ein Schlag ins Gesicht, vielleicht mehr als alle anderen in den schmerzlichen Debatten über jüdische Identität.