Behaalotcha
Lieber Leser,
im ersten Teil der dieswöchentlichen Sidra beschäftigt sich die Tora mit dem täglichen Entzünden des siebenarmigen goldenen Leuchters im Mischkan (dem Heiligtum in der Wüste) durch Aaron, den "Kohen Gadol" (Hohepriester).
In der chassidischen Philosophie wird die Seele des Menschen mit einer Flamme verglichen, wie es ja schon König Salomon ausdrückt: "Ein Licht G-ttes ist die Seele des Menschen" (Sprüche Salomons 20, 27). Genauso wie die Flamme flackert und immer nach oben weist (wenn man eine brennende Kerze umdreht, stellt sich die Flamme herum und zeigt auch dann weiter hartnäckig nach oben), so strebt die menschliche Seele ständig danach, emporzusteigen. Mit Aarons Entzünden der Menora war symbolisch seine Aufgabe angezeigt, die Seelen der Juden zu "entzünden". Jeder einzelne Jude hat in sich eine "Flamme"; nur ist sie oft verborgen und tief in seinem Inneren vergraben. Es war Aarons Aufgabe, dieses Licht aufzudecken und bloßzulegen.
Schabbat Schalom
Unser Wochenabschnitt handelt von der Menora – dem siebenarmigen Leuchter. Aron HaKohen hatte die heilige Aufgabe, die Menora täglich zu entzünden. Die Menora und ihre Lichter sind auch ein Symbol für das jüdische Volk.
In der am heutigen Schabbat verlesenen Haftara heißt es: "Ich schaute hin, und siehe, es war eine Menora ganz aus Gold" (Secharja 4, 2). Die Menora, so ist uns überliefert, ist ein Symbol für die Juden, denn sie stellen insgesamt "eine goldene Menora" dar.
Die Parascha Behaalotcha erzählt, wie sich das jüdische Volk bei Mosche beschwerte, weil sie nur Manna zum Essen bekamen. Um zu betonen, wie undankbar dies war, beschreibt die Tora nebenbei nochmals, wie wunderbar das Manna eigentlich wirklich war.
Wenn Erziehung bereits eine Herausforderung in der Zeit der Pferdekutschen war, so ist es im 21. Jahrhundert erst recht eine Herausforderung, weil die ganze Welt vor unserer Haustür oder, besser gesagt, in unserem Schlafzimmer liegt.
Wie sieht das traditionelle Judentum die Psychoanalyse? Ich bin insbesondere an den scheinbaren Parallelen zwischen den Philosophien von Freud und Chabad interessiert.
KABBALA. Die bloße Erwähnung des Wortes ruft Bilder von magischen und mystischen, außerweltlichen Dimensionen hervor, von spirituellen Geheimnissen, die zutiefst wundervoll und inspirierend sind.