Chaje Sara
Lieber Leser,
in Chaje Sara, dem Tora-Abschnitt dieser Woche, lesen wir vom Tod Saras und von Awraham, der seine Frau in der Höhle von Machpela begraben wollte. Die Söhne von Chet boten ihm das Land kostenlos an. „Du bist ein mächtiger Fürst unter uns“, sagten sie, „also begrabe deine Toten in unseren Gruften.“ Doch Awraham lehnte das Angebot ab und bestand darauf. „den vollen Preis“ zu zahlen.
Raschi kommentiert: „Der volle Preis bedeutet den vollen Wert.“ Awraham wollte unbedingt den vollen Wert des Feldes bezahlen, um den Platz vollständig von seinem früheren Eigentümer Efron zu trennen. Hätte Awraham das Feld als Geschenk angenommen, hätte Efron weiter ein gewisses Recht auf das Land gehabt, obwohl es offiziell Awraham gehört hätte.
König David handelte viele Jahre später genauso, nachdem er Jerusalem erobert hatte. Jerusalem war bereits in seiner Hand, aber David wollte es nicht als Geschenk von Arawna annehmen. Wie Awraham bestand er darauf, „den vollen Preis“ zu zahlen, um das Land im absoluten Sinne zu besitzen.
Jeder Jude hat die spirituelle Pflicht, seine Umwelt zu läutern und auf eine höhere Ebene zu heben, indem er die Tora studiert und die Mizwot befolgt. Dadurch wird er der wahre „Eigentümer“ seines persönlichen Winkels in der Welt. So wie Awraham „den vollen Preis“ für das Feld zahlte, das er von Efron gekauft hatte, muss auch ein Jude „den vollen Preis“ bezahlen — sich wirklich anstrengen — wenn er G-tt dient.
Schabbat Schalom
Wenn wir glauben, dass sogar Tragödien vollkommen gut sind, warum bitten wir dann G-tt, uns zu beschützen? Und warum vertrauen wir darauf, dass er uns beschützt und dadurch die guten Folgen verhindert, die das Leid für uns gehabt hätte?
Kein Name, keine Identität, keine Selbstdarstellungen, wie z.B. "mein Harvard Abschluss 1986 und Yale 1989, - ich habe die Hungernden in Albanien 1997 unterstützt und am Marsch für Obdachlose 2000 teilgenommen, ich spiele Golf, um die Hadassa-Gruppe zu unterstützen."
In der dieswöchigen Parascha lesen wir von der Hochzeit von Isaak und Rebekka. Der Midrasch berichtet uns hierzu, daß Isaak herausfinden wollte, wie gerecht und heilig Rebekka eigentlich wirklich war. Doch wie konnte er dies feststellen?
Lesen Sie die Regeln des jüdischen Kennenlernens. Der Bau an einer festen Beziehung beginnt mit der richtigen Art des Kennenlernens.
Mein Freund sagt, dass er sich bei der Bindung an eine Frau nicht wohlfühle, wenn er nicht zuvor mit ihr zusammengewohnt hat. Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann, klingt sein Argument trotzdem plausibel.
Jeder der sieben Segnungen der Schewa Brachot hat eine tiefe Bedeutung, eine wichtige Botschaft für die Braut und Bräutigam.