Noach
Lieber Leser,
in der dieswöchigen Sidra wird menschliches Versagen beleuchtet, zu einer Zeit, da die Menschheit ihr ganzes Verhalten nicht auf G-ttesnähe aufbaute. Mit der Ausnahme von Noach und seiner Familie war die damalige Generation einer Lebensweise verfallen, die sich auf Gewalttätigkeit und Rebellion gegen G-ttes Wort aufbaute - und die Katastrophe der Flut folgte. In gewisser Hinsicht sind wir alle Überlebende der Flut, und gerade wenn die Sidra Noach verlesen wird, ist es an der Zeit, dass wir uns darauf konzentrieren, wie wir die Fehler von Noachs Zeitgenossen vermeiden können. Wir müssen sorgfältig in das Studium der Tora eindringen, damit wir so erkennen, in welchem Verhältnis sie zu unserer Welt und zu uns als Juden steht. Dann sind wir befähigt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, aufgrund deren wir unsere täglichen Handlungen bestimmen.
Schabbat Schalom
Wer hat Zeit, sich ein Vermächtnis zu errichten, wenn nebenan ein hungriger Mann ist?
Manche Religionen behaupten, G-tt werfe Menschen weg. Wenn sie bestimmte Sünden begehen und nicht bereuen oder wenn sie zwar gute Menschen sind, aber an Dogmen zweifeln, bleibt das Himmelstor für sie verschlossen!
Gegen Ende unserer Toralesung erfahren wir von den Nachkommen Noachs – den drei Familien seiner Söhne Schem, Cham und Jafet und den daraus hervorgegangenen Völkern.
Die "schlimmen Wasser" der Flut – ein wesentliches Thema der dieswöchigen Sidra – kamen von zwei Seiten (Genesis 7, 11): "T'hom rabba" (gewaltiger Abgrund) und "Aruwot Haschamajim" (Schleusen des Himmels). Ganz ähnlich lassen sich die Unruhen und Sorgen, wie sie den Menschen plagen, auf zwei Ursachen zurückführen.
Jahrelang dachte ich, dass der Besuch der Mikwe eine wunderschöne und spirituelle, einzig und allein für Frauen konzipierte Mizwa ist, damit Frauen mit G-tt auf diese Weise verbunden sind.
