Toldot
Lieber Leser,
zum Verse in der dieswöchige Sidra Toldot (Gen. 27, 28) "Er möge dir geben ..." bemerkt der Midrasch, dass Jakob von Isaak insgesamt zehn Segnungen erhielt, entsprechend den zehn Aussprüchen, mit denen die Welt geschaffen wurde. Wenn immer in einer Toraerklärung der Ausdruck "entsprechend" gebraucht wird, kann man gewiss sein, dass es sich nicht allein um eine Mengengleichheit handelt, sondern dass die zwei verglichenen Dinge in einer inneren Verbindung stehen. Erst aus dieser inneren Verbindung folgt an sich, dass sie auch zahlenmäßig übereinstimmen. Es ist nur so, dass wir unsere Schlüsse gewöhnlich in umgekehrter Richtung ziehen, vom Endergebnis zum Begreifen der Ursache; und so schließen wir aus der numerischen Gleichheit auf eine im Wesen beruhende Verbindung. Wenn wir also eine Übereinstimmung von Zahlen vorfinden, dann führen wir diese darauf zurück, dass die beiden verglichenen Dingen zusammenhängen.
Nehmen wir ein Beispiel: Unsere 613 Mizwot setzen sich zusammen aus 248 positiven Geboten und 365 Verboten; und wir wissen, dass die 248 den 248 einzelnen Gliedern des menschlichen Körpers und die 365 den 365 Sehnen entsprechen. Darin liegt jedoch nicht eine bloße zahlenmässige Parallele, sondern tatsächlich eine sehr positive Verbindung: Die 613 Mizwot sind die Glieder und Sehnen der Seele, vor denen sich dann das Leben der einzelnen Körperteile ableitet. Im Zusammenhang mit dem Verse (Deut. 18, 13) "Vollständig (vollkommen) sollst du sein mit dem Ewigen, deinem G-tte" wird erklärt, dass durch Vollkommenheit in der Einhaltung der 613 Mizwot die Glieder und Sehnen der Seele ihre Vollkommenheit erhalten, woraus dann Vollkommenheit, Leben und Stärke für die 613 Teile des Körpers erstehen.
Schabbat Schalom
In unserem Wochenabschnitt erfahren wir von der Erblindung Itzchaks, die ihn im hohen Alter erfasst hatte: Und es war, als Itzchak alt wurde; und sein Augenlicht ließ nach...
Als Jaakow seinen Bruder Eisaw überlistete und sich von seinem Vater Jizchak segnen ließ, war Eisaw empört. „Er stieß einen lauten, bitteren Schrei aus und sagte zu seinem Vater: ‚Segne mich auch, Vater!‘ ... Und Eisaw erhob seine Stimme und weinte.“
In Paraschat Toldot lesen wir: "Und die Knechte Isaaks gruben im Flußbett und fanden dort einen Brunnen lebendigen Wassers" [Bereschit 26, 19]. Um diesen Brunnen sowie um den nächsten von Isaak gegrabenen Brunnen entbrannte ein Streit mit den Hirten Gerars. Erst um den dritten Brunnen gab es keinen Streit mehr.
Aber warum sind Jakob und seine Mutter nicht einfach in Jizchaks Zimmer mit Belegen für Esaus Bösartigkeit gegangen und haben Jizchak davon überzeugt, dass Jakob der lobenswertere Kandidat war?
Kürzlich habe ich mir Gedanken gemacht über die Begriffe "G-tt", "Existenz" und "Tod" - dem ich doch aller Wahrscheinlichkeit nach eines Tages begegnen werde. Mir war nicht so wohl beim Gedanken, dass ich eines Tages einfach nicht mehr hier sein werde.
Eine Gruppe von College-Studenten hatte eine Privataudienz beim Rebbe. Ein Student fragte ihn, ob er Wunder tun könne.
Ein Mann wollte einen großen Weisen besuchen. Er fragte, wo er ihn finde könne, und man führte ihn zu einer schäbigen Hütte am Stadtrand.