Wajeze
Lieber Leser,
die Tora erzählt die Geschichte von Jakobs 20 Jahre dauernder Reise von Israel nach Charan und zurück. Jakob verlässt gezwungenermaßen die Bequemlichkeit der Heimat und reist in die große weite Welt hinaus. Er macht am Weg ein Pause, um am Ort des künftigen Tempels zu beten. An diesem Ort übernachtet er auch und träumt einen faszinierenden Traum: an einer Leiter, die am Boden steht und bis in den Himmel reicht, steigen G-ttes Engel auf und ab (Genesis 28:12).
Unsere Weisen erklären, dass die heraufgehenden Engel die „Engel des Landes Israel“ seien, die Jakob bei seiner Lebensreise bisher begleitet haben. Jetzt, wo er sich vorbereitet hat, das Heilige Land zu verlassen und sich mit dem Fremden jenseits der Grenzen auseinanderzusetzen, kommt eine zweite Gruppe Engel die Leiter herunter, Engel die vom Himmel gesandt wurden, um ihn an seinen Reisen zu begleiten.
Diese "Wachablösung" wurde dadurch veranlasst, dass die zwei Gruppen zwei verschiedenen Zwecken dienten. Die örtliche Engeltruppe, die stark an die ganze Geschichte und Spiritualität des Heiligen Landes erinnerte, haben Jakob sehr stark in seinen jüngeren Jahren inspiriert. Jedoch in dem Moment, indem er der Wildnis entgegentritt, änderte sich seine Mission.
Schabbat Schalom
Die Frage lautet nicht, ob wir diesen Teil haben, sondern, worum genau es sich dabei handelt. Geht es um Weiterbildung wie bei einem Handarbeitskurs, oder um eine Therapie? Ist es eine Pflicht wie das Einhalten der Gesetze oder der Gang zur Arbeit am Morgen? Oder gehört dieser „Teil“ einfach zu uns?
Es wird gesagt, dass es einem Menschen, als Verdienst für das Beten mit dem Minjan, leichter fallen wird, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und dieser dann mit den Früchten seiner Arbeit gesegnet wird.
Die Thora, als ewig geltender Wegweiser für die Menschheit, ist auch in ihren geschichtlichen Abhandlungen Träger aktueller Botschaften. All die Ereignisse des jüdischen Volkes und seiner Erzväter gehören keinesfalls zu den historischen Geschichten der antiken Welt, auch wenn sie gern gelesen werden.
Aus der dieswöchigen Sidra können wir entnehmen, dass es die Aufgabe unseres Vaters Jakob war, ein "jüdisches Heim" par excellence zu gründen - ein Heim, aus dem die zwölf Stämme Israels hervorgehen sollten.
Jeder der sieben Segnungen der Schewa Brachot hat eine tiefe Bedeutung, eine wichtige Botschaft für die Braut und Bräutigam.
Die Tora bietet viele Möglichkeiten zur Verbesserung der ehelichen Harminie an - sowie praktische Anregungen und spirituelle "Abhilfemaßnahmen".