1. Für den Sangmeister, ein Maskil von Korachs Söhnen.
2. Wie ein Hirsch sehnsüchtig nach Wasserbächen schreit, so schreit meine Seele sehnsüchtig nach Dir, Gott.
3. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann komme ich, um das Angesicht Gottes zu sehen?
4. Meine Träne ist mein Brot geworden; Tag und Nacht sagen sie mir: „Wo ist dein Gott?“
5. An diese erinnere ich mich, und ich schütte mir meine Seele aus, wie ich in überdachten Wagen [nach Jerusalem] zog; gemächlich wandelte ich mit ihnen zum Haus Gottes, mit jubelnder Stimme und voller Dank mit der feiernden Menge.
6. Warum bist du gebeugt, meine Seele? Und warum klagst du in mir? Hoffe auf Gott, denn ich will Ihm noch danken; Er ist die Rettung für mein Angesicht.
7. Mein Gott! Meine Seele ist betrübt darüber, weil ich mich noch an Dich im Land des Jordans und der Gipfel des Hermons, des Bergs Mizar erinnere.
8. Eine Flut ruft die andere beim Rauschen Deiner Wassergüsse, all Deine Brandungen und Deine Wogen, sie überfluten mich.
9. Am Tag befiehlt der Ewige Seine Güte, und des Nachts ist Sein Lied mit mir, ein Gebet an den Gott meines Lebens.
10. Sprechen will ich zu Gott, meinem Fels: „Warum hast Du mich vergessen? Warum muss ich betrübt unter dem Druck des Feindes gehen?“
11. Mit Mord[stoß] in meine Knochen höhnen mich meine Bedränger, wenn sie mich fragen, den ganzen Tag: „Wo ist dein Gott?“
12. Warum bist du gebeugt, meine Seele? Und warum klagst du in mir? Hoffe auf den Ewigen, denn ich will Ihm noch danken; Er ist die Rettung für mein Angesicht und mein Gott.