Mikez
Lieber Leser,
Chanukka ist das Fest in Erinnerung an jenen wunderbaren Sieg über die Griechen, der darin gipfelte, dass der Tempel gesäubert und neu eingeweiht werden konnte. Was war die "Geheimwaffen" der Hasmonäer, die es ihnen ermöglichte, eine so gewaltige Überzahl zu besiegen? Ihre "Geheimwaffe" war "Messirat Nefesch", das ist: Selbstaufopferung.
Es gehört zum Wesen all unserer Feiertage, dass wir aus Ereignissen aus der Vergangenheit, auf denen jedes Fest basiert, Lehren entnehmen und diese auf die heutige Zeit anwenden – also auf das tägliche Leben jedes Juden individuell wie auf die jüdische Gemeinschaft insgesamt. Wenn wir auf diese Weise nun die Lehre von Chanukka in Anwendung bringen, dann lassen sich mehrere Gesichtspunkte herausstellen.
Zuerst einmal sehen wir, dass unter gewissen Umständen sogar eine so heilige Stätte wie der Tempel verunreinigt werden kann, obwohl nach außen hin alles weiterhin unversehrt erscheint. Zweitens lernen wir, dass in einem derartigen Falle eine Säuberung und Neuweihung nur durch "Messirat Nefesch" möglich ist, durch eine aufopferungsvolle Entschlusskraft, den "Mächten der Dunkelheit" zu widerstehen, ohne dabei lange die wahrscheinlichen Überlebenschancen einzukalkulieren. Denn nachdem es keinen Kompromiss geben kann mit einem Feind, der darauf versessen ist, all dasjenige zu entweihen, das dem Judentum heilig ist, lässt sich nur eine einzige jüdische Antwort geben: Bedingungsloser Widerstand, wobei das Endresultat in G-ttes Hand liegt. Das Prinzip ist immer und zu allen Zeiten gültig geblieben: Wenn wir die "Geheimwaffe" von "Messirat Nefesch" besitzen, kann niemals ein Zweifel über den Ausgang der Schlacht bestehen.
Schabbat Schalom
Unser Wochenabschnitt erzählt, wie Josef in den sieben Jahren des Überflusses in Ägypten die überschüssige Ernte einsammelte und aufbewahrte, um damit in den Jahren des Hungers die Bevölkerung zu ernähren.
Am ersten Abend werden die drei folgenden Segenssprüche rezitiert; an den darauffolgenden sieben Abenden wird der dritte Segensspruch, Schehecheyanu, ausgelassen. Die Lichter werden erst nach dem Rezitieren aller Segenssprüche entzündet. Am ersten Abend zünden wir die Kerze ganz rechts von der Menora an. An jedem Abend wird links von den Lichtern des vorherigen Abends eine neue Kerze hinzugefügt. Das neueste Licht wird immer zuerst angezündet, das rechte als zweites und so weiter.
Der Talmud erzählt über das Chanukkawunder wie folgt: „Als die Griechen in den Tempel eindrangen, verunreinigten sie alles Öl im Tempel. Nachdem die Hasmonäer sie besiegten, suchten sie nach reinem Öl, doch fanden nichts außer ein kleines Krüglein, welches mit dem Siegel des Hohen Priesters versiegelt war.
Wie man das Verbot, G-ttes Namen unnötig zu gebrauchen, vermeidet.
Vor einem Jahrhundert gab es keine elektrischen Straßenlampen. Wie fanden die Menschen damals ihren Weg? Es gab Kerosinlaternen an jeder Ecke, deren Licht den Gang durch die Straßen weniger bedrohlich machte.