Ki Tawo
Lieber Leser,
im ersten Teil der dieswöchigen Sidra Ki Tawo befasst sich die Tora mit der Mizwa und dem Vorgang des Darbringens der "Bikurim", der "ersten Früchte" jedes Jahres. Der jüdische Landwirt war verpflichtet, die erlesenen ersten Früchte seines Ertrages zum Tempel zu bringen, um auf diese Weise seiner Dankbarkeit G-tt gegenüber für die Segnung des Landes Ausdruck zu verleihen.
Diese Vorschrift von "Bikurim" war durch eine Reihe von unerlässlichen Bedingungen eingeschränkt. Zum Beispiel war sie nur für Landbesitz im Heiligen Land gültig, und auch dies nur, solange der Tempel bestand. Ferner war zu dieser Abgabe nur jemand verpflichtet, der eine Parzelle von besonders fruchtbarem Boden sein eigen nannte (s. dazu Mischna, Bikurim 1, 1 und 3). Außerdem unterlag sie nach einer zeitlichen Beschränkung, denn sie ging nur an für die Zeitspanne zwischen Schawuot – Frühsommer – und Sukkot – Herbst.
Indessen enthält die Vorschrift der "ersten Früchte", ungeachtet dieser scheinbar recht engen Anwendbarkeit, eine Lehre, die sich über eine viel breitere Ebene erstreckt. Wir sollen "von den ersten aller Früchte des Bodens" nehmen und diese in das Heiligtum zum Priester bringen. Das besagt: Das Beste von unseren materiellen Gütern sollen wir für heilige Zwecke bestimmen. Wie Maimonides es ausdrückt: "Wenn man dem Armen zu essen gibt, dann soll man ihm die besten und köstlichsten Speisen seines Tisches geben. Mit den besten Gewändern aus seiner Gaderobe soll man die Nackten kleiden. Und wenn man ein G-tteshaus baut, dann soll man es schöner als sein eigenes Haus machen.
Schabbat Schalom
Einer der Gefängniswärter erzählte dem Rebbe, dass, wenn er einen Gefangenen schlägt, dieser seinen Tee ohne die übliche Dosis Zucker trinkt. Allein der Anblick der Folterung versüßt seinen Tee... Bei einem Juden ist es umgekehrt: Zu wissen, dass die Bedürfnisse eines Mitmenschen nicht befriedigt werden, nimmt ihm irgendwie die Lust am Feiern, selbst wenn er persönlich Grund zur Freude hat.
Wieviel bekommen die Armen und Kranken von den Steuern, die Sie zahlen? Wir beklagen uns alle über die hohen Steuern, aber ist es nicht wichtiger, wofür das Geld verwendet wird?
„Armut folgt den Armen“, sagte ein Talmud-Gelehrter vor über 1500 Jahren. Er spielte damit auf das Gesetz der Bikkurim an, der „ersten Früchte“, die israelitische Bauern in den heiligen Tempel zu Jerusalem brachten. Genauer gesagt betraf das Gesetz die Körbe, in denen die Früchte gebracht wurden.
Sportler müssen sich so auf ihren Wettkampf konzentrieren, dass nichts sie ablenken kann. Auch wir sind in diesem Zustand am produktivsten.
Elul: Alle bereiteten sich auf Jom Tow vor, und der „Duft“ der hohen Feiertage lag bereits in der Luft. Die Marktstände waren voll mit Waren aller Art, darunter auch die besonderen Früchte, die man traditionell an Rosch Haschana isst, zum Beispiel Granatäpfel.
Die ethische Persönlichkeit muss sich bemühen, ihr Eigenleben, ihr tägliches Verhalten in völliger Harmonie mit ihren Überzeugungen zu gestalten, so dass dieser Mensch genau nach der Norm von Moral und Ethik lebt, die er sich gesetzt hat.
Kinder mögen Märchen und sind von Geschichten über ferne Länder und übernatürliche magische Kräfte vollkommen fasziniert. Sie erfreuen sich daran, sich eine Welt vorzustellen, die so anders ist, als diejenige, in der wir leben.