Mikez
Lieber Leser,
der Rambam (Maimonides) entschied in seinen „Gesetzen zu Chanukka“, dass ein Mensch dessen finanzielle Mittel nur ausreichen, entweder Schabbat – oder Chanukkalichter zu kaufen, Schabbatlichter vorziehen soll. Er gibt auch die Erklärung für diesen Entscheid an: Schabbatlichter sind da, um Frieden ins Haus zu bringen. Die ganze Tora jedoch sei nur gegeben worden, um Frieden in die Welt zu bringen und Gebote welche den Frieden fördern, haben demnach den Vorrang.
Nun erscheint es verwunderlich, dass der Rambam diesen Entscheid in seinen „Gesetzen zu Chanukka“ und nicht in seinen „Gesetzen zu Schabbat“ bringt, welche in seinem Buch früher plaziert sind und wo doch das Gesetz den Schabbatlichtern den Vorrang gibt.
Tatsächlich sind auch die Chanukkalichter da, um Frieden zu stiften. Nur ist dies eine höhere Form von Frieden, als der Frieden, welcher durch die Schabbatlichter geschaffen wird. Deshalb wird in einem Fall, wo nicht die Möglichkeit für beides besteht, den Schabbatlichtern den Vorrang gegeben.
Die Chanukkalichter erinnern an die Lichter der Menora im Bet Hamikdasch (als Erinnerung an das Wunder, welches mit den Lichtern im Bet Hamikdasch geschah). Doch gibt es zwischen den Beiden einige Unterschiede:
- Die Lichter der Menora wurden am Tag entzündet, während die Chanukkalichter mit Anbruch der Dunkelheit zu leuchten beginnen.
- Die Menora im Bet Hamikdasch beleuchtete mit ihrem Licht den inneren Teil des Heiligtum, während die Chanukkija dazu bestimmt ist, auch auf der Strasse sichtbar zu sein.
- Die Menora im Heiligtum hatte sieben Arme, während die Chanukkija deren acht besitzt.
Was symbolisieren diese Unterschiede? Im Innern des Heiligtums ruhte die g-ttliche Präsenz. Drei mal im Jahr besuchte jeder Jude dieses Heiligtum und wurde dadurch inspiriert. Man konnte das g-ttliche fühlen. Doch dann kamen die Griechen und verunreinigten dieses Heiligtum. Nun konnte das Licht der Menora nicht mehr viel bewirken. Das Licht der Menora besass nur genügend Kraft, in einem heiligen und reinen Raum zu leuchten und g-ttliche Energie zu verbreiten.
Das Licht der Chanukkija dagegen, ist dafür bestimmt, die Dunkelheit leuchten zu lassen, auch die geistige Finsternis zu erhellen. Deshalb bestand die Menora im Bet Hamikdasch aus sieben Armen. Die Zahl sieben, die Anzahl Tage in welchen die Welt erschaffen wurde, deutet auf ein begrenztes, weltliches Licht hin. Dieses Licht kann genügen, wenn alles in bester Ordnung ist und es gilt, das Weltliche (aber nicht säkulare) mit einem g-ttlichen Licht zu beleuchten. In einer Zeit der Finsternis jedoch, kann solches Licht wenig anrichten. Es muss ein höheres Licht entzündet werden, ein übernatürliches Licht, ein Licht mit der Zahl acht.
Schabbat Schalom
Die Welt der Träume gehört zu den faszinierendsten Bereichen der menschlichen Psyche. Laut dem Judentum sind Träume sehr wohl von Bedeutung, und vor allem Träume, die von der Thora selbst behandelt werden.
Rabbi Schneor Salman von Liadi erklärt, dass bedeutungsvolle Träume aus einer hohen spirituellen Ebene ausgestrahlt werden. Bedeutet es, dass auch unsere Träume Botschaften von G-tt sind? Sollte uns ein nichts Gutes verheißender Traum beunruhigen?
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum jüdischen Lichterfest - Chanukka. Alles auf einen Blick, gern auch zum Ausdrucken gedacht.
Unsere Weisen im Talmud (Schabbat 21b) beschreiben das Wunder von Chanukka folgendermaßen: Als die Griechen das Heilige Land besetzt hielten, drangen sie in das Hechal (das innere Heiligtum des Tempels) ein und entweihten all das dort vorhandene Öl.
Die Mizwa der Chanukka-Lichter lehrt uns etwas Erstaunliches: Selbst in einer dunklen Zeit hat jeder Jude die Macht, sein Heim in ein „kleines Heiligtum“ zu verwandeln.
Das Öl-Krüglein, das die Hasmonäer im zurückeroberten Tempel mit dem Siegel des Hohepriesters verschlossen fanden, reichte bloß für den ersten Tag. ...
Eine Kerze ist mehr spirituell als materiell. Wenn wir eine materielle Substanz verteilen, wird sie dünn. Wenn wir Spiritualität verteilen, wird sie größer.