Ekew
Lieber Leser,
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Was bedeutet dieser berühmte Vers, den eine Fastfood-Kette vor einigen Jahren sogar als Werbeslogan benutzte?
Der Vers stammt aus dem Tora-Abschnitt dieser Woche und ist eine Anspielung auf das wundersame Manna, das jeden Tag vom Himmel fiel, als das jüdische Volk durch die Wüste zog. Der Schluss des Verses lautet: „Sondern durch die Worte aus dem Munde G-ttes lebt der Mensch.“ Er will uns also an die wahre Quelle unseres Lebens erinnern.
Im Gegensatz zu einem verbreiteten Glauben gewährleisten Mühe und Arbeit, der Schweiß unseres Angesichts, Konferenzen, Besprechungen und Verkaufsseminare unser Auskommen nicht. Die Wahrheit ist, dass G-tt uns erhält und sich um uns kümmert, so wie unsere Vorfahren in der Wildnis völlig von ihm abhängig waren, was ihr tägliches Brot anbelangte. Wohlstand ist eine G-ttesgabe, und am Ende eines Tages sorgt nicht unser Geschäftssinn für das Essen, sondern der Segen von oben.
Jeder Geschäftsmann kann Ihnen bestätigen, dass selbst die besten Pläne bisweilen scheitern – und dann kommt ganz unerwartet ein großer Auftrag, für den wir uns wenig oder gar keine Mühe geben mussten. Gewiss, das ist nicht die Regel, und wir müssen bereit sein, uns anzustrengen, wenn wir Erfolg haben wollen. Aber wenn das Unerwartete geschieht, erinnert es uns daran, dass höhere Kräfte am Werk sind, die wir nicht steuern können.
Schabbat Schalom
Sie ist an jedem „jüdischen Türpfosten“, ständig in Sichtweite und vom jüdischen Menschen gar nicht wegzudenken – die Mesusa. Eine kleine Schriftrolle mit dem jüdischen Glaubensbekenntnis soll den Juden ständig an seine Bindung mit G-tt erinnern. Außerdem verspricht die Mesusa all jenen, die sie an die Türpfosten anbringen, höchsten Schutz.
Wenn wir das Schma Jisrael sagen, sollen wir uns auf die Bedeutung seiner Worte konzentrieren und das mit Ehrfurcht tun, wie sich das gehört, wenn ein Mensch eine neue Nachricht liest, die von einem König ausgestellt wurde.
Vor kurzem war er noch der reichste Mann der Stadt gewesen. Aber das Rad des Schicksals hatte ihn zu Brei gemahlen und auf der anderen Seite ausgespien. Von seinem einstigen Wohlstand war fast nichts mehr übrig.
Vierzig Jahre wanderte unser Volk in der Wüste um sich auf den Einzug ins Land Israel vorzubereiten. Viele Prüfungen mussten wir bestehen, um sicherzustellen, dass wir unsere eigentliche Aufgabe – das Schaffen einer Wohnung für G-tt in dieser Welt – erfüllen könnten.
Die dieswöchentliche Sidra bestimmt: "Und ihr sollt sie (G-ttes Lehren) euren Kindern beibringen..." (Deut. 11, 19). Kaum jemand wird gegen das hier aufgestellte Prinzip etwas einzuwenden haben. Wann aber soll man anfangen?