Pessach
Lieber Leser,
wenn sich Pessach nähert, gedenken wir des großen Ereignisses am Anfang unserer Geschichte: Unser Volk wurde aus der ägyptischen Knechtschaft befreit, damit freie Männer und Frauen die Tora empfangen konnten.
In einem Kommentar zu dem Vers „Und diese Tage sollen erinnert und getan werden“ (Esther 9:28) lehren unsere Weisen, dass wir diese Tage spirituell neu durchleben, wenn wir an sie denken. Die g-ttliche Gnade, die in der Vergangenheit Wunder bewirkte, wird von unseren Gedenken wieder erweckt.
Pessach ist das „Fest unserer Befreiung“. Wir feiern ein historisches Ereignis: den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten. Unsere Weisen lehren jedoch, dass wir in jeder Generation und an jedem einzelnen Tag so leben müssen, als wären wir soeben aus Ägypten befreit worden.
Freiheit setzt ständige Wachsamkeit voraus. Jeder Tag und jede Umgebung enthält ein Äquivalent Ägyptens: die Macht, die Freiheit eines Juden zu untergraben. Die wohl größte Bedrohung kommt von innen. Es ist die Meinung, wir könnten bestimmte Ziele nicht erreichen, und der selbstgefällige Glaube, wir seien nicht auf der Welt, um die Gipfel der Spiritualität zu erreichen. Wer das glaubt, schränkt sich selbst ein und ist Gefangener einer Illusion.
Pessach ist demnach ein ständiger Prozess der Selbstbefreiung. Das Fest und seine Bräuche sind Symbole eines Kampfes, den jeder Jude immer wieder ausfechten muss, der frei sein will, damit er sein spirituelles Potenzial nutzen kann.
Schabbat Schalom und
Pessach sameach wekascher
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Vor kurzer Zeit ist die erste deutsche Übersetzung des Siddurs "Tehillat Haschem" erschienen. Auch unser Webseiten-Team hat intensiv, vorrangig in der Lektoriatsarbeit, an der Verwirklichung des Siddur mitgewirkt. Einen Einblick in diesen außergewöhnlichen Siddur erhalten Sie hier und erwerben können Sie ihn hier.
Unseren Weisen zufolge wurde das jüdische Volk dank seiner drei Privilegien aus Ägypten erlöst: dem Glauben (an die Erlösung), dem Pessachblut (der Darbringung des Pessachopfers) und der Beschneidung. Diese drei Mitzwot sind eng miteinander verbunden.
Eine schnelle Übersicht über die Schritte des Seders; drücken Sie auf "Drucken" und Sie haben eine schnelle Anleitung für den Seder.
An Pessach ist es ein Verbot der Tora Chamez zu besitzen, daher muss jegliches übrig gebliebenes Chamez an einen Nicht-Juden verkauft werden. Nutzen Sie unser Online-Formular um schnell und einfach Ihr Chamez zu verkaufen.
Die besonderen Speisen, die wir an Pessach essen sind ebenfalls Nahrung für die Seele. Jede Sache auf dem Sederteller strotzt vor Bedeutung und Hinweisen.
Wenn Sie verloren am Seder-Tisch sitzen erinnern Sie sich daran, dass Sie genau deswegen dort sitzen!
Die drei Mazzot symbolisieren drei von Geburt an dafür bestimmte Gruppen: Kohanim (Priester), Leviten und Israeliten. Sie befanden sich unter den Kindern Israels, die von der ägyptischen Versklavung befreit wurden.
