Zaw
Lieber Leser,
dieser Schabbat ist, "Schabbat Haggadol", "Große Schabbat"; an ihm wird das Kommen des Pessachfestes angekündigt.
In Bezug auf Pessach wird von uns verlangt, dass frühzeitig genaueste Vorbereitungen im jüdischen Hause getroffen werden, um es für dieses große Fest in angebrachter Weise auszurichten. Es sind jedoch nicht allein äußerliche Vorbereitungen, die von uns gefordert werden, sondern ebenso sollen wir innerlich darauf "abgestimmt" sein – denn im Leben des Juden ist das Physische mit dem Geistigen engstens verbunden, besonders im Zusammenhang mit Schabbat und den Festtagen.
Pessach ist das Fest der Erinnerung an die Befreiung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Versklavung und, dazu gehörig, der Erlösung aus dem ägyptischen System als solchem, aus einer unjüdischen Lebensweise, aus dem "Abscheu von Ägypten", den wir absolut ablehnen. Auf diese Weise feiern wir unsere körperliche Befreiung gleichzeitig mit der spirituellen Erlösung. Tatsächlich ist die eine ohne die andere nicht möglich. Es kann keine wahre Freiheit geben, es sei denn, die Vorschriften der Tora werden als gültig anerkannt, so wie sie unser tägliches Leben bestimmen; eine reine und geheiligte Lebensweise bringt letzten Endes allein wahre Freiheit mit sich.
Es heißt: "In jedem Zeitalter soll sich jeder Jude so betrachten, als sei er selbst aus Ägypten befreit worden". Das besagt doch, dass die "Botschaft" von Pessach für jeden Juden immer aktuell ist. Die Pessach-Geschichte ist der historische Bericht der speziellen G-ttlichen Vorsehung, durch die allein das Geschick unseres Volkes bestimmt wird. Was um uns herum in der Welt vorgeht, muss uns nicht immer und nicht notwendigerweise berühren; uns könnten, G-tt behüte, Leiden zuteil werden, während es den anderen gut geht, und umgekehrt könnten wir in Sicherheit leben, obwohl sich anderswo Katastrophen ereignen. Die Erzählung über unsere Versklavung und Befreiung, von der Pessach Zeugnis ablegt, illustriert diese Tatsache nur zu deutlich. Denn das Geschick unseres Volkes hängt von seiner Treue zu G-tt und Seiner Tora ab.
Schabbat Schalom
Was ist die Bedeutung des Aufhebens und Entfernens der Asche? Warum ist es so wichtig, dass es das erste Ritual ist, das im Tempel durchgeführt wird, der erste Schritt im G-ttesdienst?
Wenn der Kohen bereits Leinenkleidung für die Trennung der Asche trägt, warum soll er dann für die Entfernung der Asche eine andere Leinenkleidung anziehen?
An Pessach ist es ein Verbot der Tora Chamez zu besitzen, daher muss jegliches übrig gebliebenes Chamez an einen Nicht-Juden verkauft werden. Nutzen Sie unser Online-Formular um schnell und einfach Ihr Chamez zu verkaufen.
Jeder Teil unseres Heims wird für Pessach gereinigt, aber der Küche gebührt besondere Aufmerksamkeit, da a) hier das Jahr über das meiste Chamez zu finden ist und b) wir die Küche benutzen, um unser Pessachessen zuzubereiten.
Der heutige Schabbat ist "Schabbat Haggadol", der "Große Schabbat", und er kündigt das Herannahen des Pessach-Festes an. Ein zentrales Thema beherrscht dieses Pessach-Fest, und es lautet: "Wenn dein Kind dich fragt" (Exodus 13, 14).
Das Pessachfest wird auch das Fest der Mazzot genannt. Der Bezug des Festes zu dem ungesäuerten Brot besteht in zweierlei: 1) Es ist ein Gebot Mazza zu essen; 2) Es ist ein absolutes Verbot Chametz (Gesäuertes) zu essen und sogar zu besitzen.