Nasso
Lieber Leser,
in der dieswöchigen Sidra finden wir – unter anderem – den Wortlaut des Segens, mit dem unsere Priester das Volk Israel segnen; und dieser endet mit den Worten (Num. 6, 26): "G-tt möge Sein Antlitz zu dir erheben und die Frieden gewähren." Dazu kommentiert der Bibelerklärer Ibn Esra: "Er möge dir Frieden gewähren, indem Er dich gegen Unfälle und die Intrigen deiner Feinde schützt." Wie aber können wir überhaupt in der Lage sein, diese Segnung von Frieden zu verwirklichen oder verwirklicht zu sehen, nachdem wir von so vielen Feinden bedrängt sind?
Die Antwort hierauf gibt König David der doch in den Psalmen ausruft (Psalm 8, 3): "Aus dem Munde von Kleinkindern und Säuglingen hast Du Stärke bestimmt .., um den Feind und Rachsüchtigen zu entkräften." Die Fähigkeit, alle Feinde unseres Volkes zu besiegen und zum Schweigen zu bringen, erwächst aus der "Stärke" (und dieses Wort ist ein Synonym für die Tora), wie sie aus den Mündern von Kindern und Säuglingen hervorquellt – das heißt, durch das Tora-Studium junger Kinder.
Aber ... die Probleme unserer Zeit fordern von uns eine radikale Einstellung auf dem Gebiet von Tora-Belehrung: Wir sollten uns nicht damit begnügen, dass unsere Kinder die Tora studieren, sondern wir sollten weiter gehen, wir sollten sie (die Kinder) zu Lehrern machen!
Schabbat Schalom
Warum gehören „Du sollst nicht töten“ und „Ich bin der Herr dein G-tt“ zusammen?
Unser Wochenabschnitt behandelt unter anderem die Gesetze der „Sota“. Das ist eine Ehefrau, die durch ihr unsittliches Verhalten ihren Mann eifersüchtig gemacht hat, bis er sie verwarnen muss: „Verstecke dich nicht mit diesem Mann“, sie aber dennoch seine Verwarnung missachtet.
„Er ist ein Self-Made Man, der seinen Schöpfer ehrt.“ Wer das über wen gesagt hat? Das ist unwichtig, solange wir sicher sind, dass diese Beschreibung nicht auf uns zutrifft.
Als die Juden in der Wüste weilten, errichteten sie einen Mischkan – ein Heiligtum –, das als heilige Wohnstätte für die g-ttliche Gegenwart Haschems diente. An Rosch Chodesch Nissan wurde es errichtet und in den darauffolgenden zwölf Tagen brachten die Nessi'im – die Fürsten der Stämme – jeweils eine Reihe von Opfergaben, mit denen sie den Mizbeach – den Altar – weihten.
Wieviel Respekt wir unseren Eltern auch entgegenbringen, - wir können es niemals zurückzahlen, dass Sie uns in diese Welt brachten.
