Behar-Bechukotai
Lieber Leser,
an diesem Schabbat wird der Monat Siwan angekündigt – das ist der Monat, in dem die Tora gegeben worden ist. Der Midrasch (Schir HaSchirim Rabba I 4:1) erzählt, dass G-tt vor der Übergabe der Tora an Sein Volk Bürgen von ihm verlangte, die dafür einstehen würden, dass die Israeliten die Tora lernen und befolgen würden. Zuerst boten die Juden ihre Vorväter Abraham, Izchak und Jakob als Bürgen an, die aber von G-tt abgelehnt wurden. Dann machten sie einen zweiten Vorschlag: „Unsere Propheten sollen Bürgen für uns sein.“ Auch dieses Angebot war nicht annehmbar. Schließlich schlugen die Israeliten vor, dass ihre Kinder das Studium und die Beobachtung der Tora garantieren würden; dieses „Pfand“ wurde angenommen, und die Tora wurde verkündet.
Chasak, chasak wenitchasek
Schabbat Schalom
In der Antike war es üblich, Sklaven zu besitzen. Unser Wochenabschnitt behandelt die Rechte der Sklaven. Die Thora unterteilt die Sklaven in drei Klassen: hebräischer Sklave, kenaanitischer (nichtjüdischer) Sklave, hebräische Sklavin.
Schauen wir im Judentum auf Konvertiten herab? Schätzen wir in unserem Glauben Konvertierungen gering?
Schmitta, das „Schabbat-Jahr“, das Thema der letzten „Betrachtungen“, ist ein Wahrzeichen echten Glaubens und des Vertrauens auf G-tt. Die gleiche Bedeutung hat der Brauch, der mit „Melawe Malka“ bezeichnet wird, mit dem von der „Königin Schabbat“ Abschied genommen wird.
Zehn [G-ttliche] Aussprüche [sind es,] mit denen die Welt erschaffen wurde. Was will uns das lehren? Hätte sie nicht mit nur einem [einzigen] Ausspruch erschaffen werden können? [Vielmehr geschah dies,] um die Gesetzlosen [umso strenger] zu bestrafen, die die Welt verderben, die mit zehn Aussprüchen erschaffen wurde, und um den Zaddikim (Gerechten) einen [umso größeren] Lohn zu geben, die der Welt Bestand geben, die mit zehn Aussprüchen erschaffen wurde.