Kedoschim
Lieber Leser,
in unserer Parascha Kedoschim finden wir die Worte: „Und Du sollst Deinen Nächsten wie Dich selbst lieben!“ Raschi, einer der großen Kommentatoren zum Chumasch kommentiert dazu: „Es sagte Rabbi Akiwa: Dies ist eine grosse (wichtige) Regel in der Tora!“
Bekanntlich erklärt Raschi nur diejenigen Stellen in dem Chumasch, welche schwer zu verstehen sind. Nun stellt sich die Frage, was Raschi an diesen einfachen Worten „Du sollst Deinen Nächsten wie Dich selbst lieben“ störte und wie er diese Schwierigkeit mit seinem Kommentar beantwortete.
Vielleicht können wir das so erklären: Nachdem der Mensch verpflichtet ist, seinen Nächsten zu lieben und noch dazu so zu lieben, wie er sich selbst liebt, stellt sich die Frage, weshalb die Tora es noch für nötig befindet, so viele zwischenmenschliche Gebote zu geben. Weshalb benötigen wir dann die Gebote „Du sollst nicht stehlen, Dich nicht rächen, Einen Fundgegenstand retournieren“?
Um dies zu beantworten, erklärt Raschi, dass unser Satz bloß eine allgemeine (und sehr wichtige) Regel ist, welche durch die anderen Gebote verfeinert und erläutert wird.
Auch können wir erklären: Raschi fragte sich, wie man denn dem Menschen überhaupt einen Befehl erteilen könne, alle anderen zu lieben. Gefühle im Herzen sind bekanntlich nicht immer in unserem Griff? Deshalb erklärt er, dass dieses Gebot als generelle Regel für alle detaillierten Gebote betrachtet werden darf. In anderen Worten: Wie erfülle ich das Gebot der Nächstenliebe? Indem ich mich liebevoll betätige. Indem ich durch praktische Handlungen eine liebevolle Haltung Zutage lege.
Schabbat Schalom
G-tt hat uns 613 Vorschriften (Mitzwot)auferlegt. Die Gelehrten ihrerseits haben sieben Vorschriften, wie Netilat Jadaim (rituelles Händewaschen) und Schabbatkerzen, hinzugefügt. Ein Jude, der sich also an alle Vorschriften hält, gilt als vollkommener G-ttesdiener, dem man nichts bemängeln kann.
In der Sidra Kedoschim spricht die Tora über Vorschriften für einen neuen angepflanzten Obstbaum; dazu gehört (Leviticus 19, 25): "Und erst im fünften Jahre dürft ihr seine Frucht genießen, damit er euch einen reichlicheren Ertrag liefere, Ich bin der Ewige, euer G-tt."
Die Parascha beginnt mit einem Befehl: „Kedoschim Tihju“ – „Ihr sollt heilig sein!“, „Ki kadosch ani Haschem“ – „Denn ich euer G-tt bin heilig“. Was bedeutet „heilig“? Was verlangt die Tora von uns, wenn sie uns gebietet, „heilig“ zu sein?
Levitikus 19:19 besagt, dass es verboten ist, Schatnes – eine Mischung aus Wolle und Leinen – zu tragen. Mit den Worten der Tora: "Ihr sollt meine Gebote beachten ... und ein Kleidungsstück, das Schatnes enthält, soll nicht auf euch kommen."
Das Gebot des Omerzählens führte zu einem Streit zwischen unseren Meistern und den Bitussiten (einer jüdischen Sekte zur Zeit des Zweiten Tempels, die nicht an die mündliche Überlieferung glaubte).
Im Jahre 1843 wurde durch die russische Regierung eine Rabbiner-Konferenz berufen, um über verschiedene Aspekte der jüdischen Religion zu diskutieren.