Acharej
Lieber Leser,
in den letzten Jahren sind eine ganze Reihe neuer Tora-Rollen geschrieben worden, und zwar spezifisch, um mit ihnen die Juden zu einigen; denn jeder einzelne konnte (und kann weiterhin) jeweils einen Buchstaben darin für sich erwerben. Einigen dieser neuen Tora-Rollen ist allerdings eine besondere Bedeutung beizumessen: Es waren nicht Erwachsene, die sich daran beteiligten, sondern Kinder unter Bat Mizwa- bzw Bar Mizwa-Alter. Kinder sind noch frei von Sünden, nicht infiziert von den Wechselfällen des Lebens, noch isoliert gegen die weitverbreitete Brutalität der Welt und ihre trügerischen Einflüsse. Wenn also Kinder sich an einem Sefer Tora beteiligen, dann ist die damit hergestellte Einheit so rein und echt, dass ihre Auswirkungen fast unberechenbar sind.
Es ist daher nur all zu angebracht, dass die Kinder die Vorhut auf dem Wege zur Einigkeit des jüdischen Volkes bilden.
Wir dürfen da aber noch nicht stehen bleiben. Denn tatsächlich sind es ja alle Juden, Frauen und Männer, alt und jung, denen das Privileg und die Aufgabe übergeben worden sind, sich in dem unveränderlichen, ewig gültigen Bunde von Tora zusammenzuschließen. Genau jetzt ist der Zeitpunkt günstig, dass jeder einzelne Jude sich an einem Sefer Tora beteilige, indem er einen Buchstaben erwirbt, der dann in seinem Namen geschrieben wird. Über ein solches Privileg darf man sich nicht leichtfertig hinwegsetzen. Es handelt sich, immerhin, um eine "Welt-Tora-Rolle", für die Juden der ganzen Welt!
Schabbat Schalom
Es ist nicht schwer, Kinder zu lieben, vor allem die eigenen. Kleine Kinder sind süß und verletzlich, und in ihnen ruht ein unglaubliches Potenzial.
Über die Toten gibt es anscheinend viel Gutes zu sagen, über ihre Leistungen und guten Taten, ihre Klugheit, Großzügigkeit und bedingungslose Liebe. Aber war der Verstorbene denn kein Mensch wie alle anderen, der angesichts vieler Herausforderungen auch Fehler machte?
Schlagzeilen über Ehebrecher ... Talkshows, in denen sich Familienmitglieder über intimste Dinge streiten und sogar prügeln ... Zeitschriften mit Terroristen und Mördern auf der Titelseite.
Zur Zeit des Tempels stand zu Jom Kippur der G-ttesdienst des Hohen Priesters im Mittelpunkt. Dies war das einzige Mal im Jahr, an welchem der Hohe Priester in das Allerheiligste treten durfte um dort seinen Dienst zu verrichten.
Die Zeit zwischen Pessach und Schawuot ist durch die "S'fira" gekennzeichnet – das ist der Brauch, die "Omer"-Tage zu zählen. Wir fangen mit diesem Zählen unmittelbar nach dem Tage der Befreiung aus Ägypten an, und wir zählen 49 Tage; am Ende dieser Periode feiern wir Schawuot.
Es ist interessant, wie wir Menschen mit der Zeit umgehen. Anstatt Wege zu finden, sie nach unseren Bedürfnissen zu strukturieren und unser Leben ihrem Fluss anzupassen, ziehen wir es vor, auf Fragmente und Ausschnitte Bezug zu nehmen.