Behaalotcha
Lieber Leser,
der dieswöchige Abschnitt der Toralesung beginnt mit der Aufforderung an Aaron, die Menora – den Leuchter – im Heiligtum zu entzünden.
Die Menora symbolisiert das Volk Israel, denn es ist Aufgabe jedes Juden, g-ttliches Licht in der Welt zu verbreiten, wie es heisst: „Die Seele des Menschen ist die Lampe G-ttes“. Mit dem „Licht der Tora und der Kerze der Gebote“ hat das Volk die Kraft, die Umgebung zu erleuchten.
Die Menora teilt sich in sieben Arme, die sieben unterschiedlichen Arten des G-ttesdienstes entsprechen. Und dennoch – die Menora wurde insgesamt nicht aus einzelnen Teilen, sondern aus einem einzigen Stück Gold geformt. Das zeigt, dass unterschiedliche Eigenschaften einzelner Menschen ihrer grundsätzlichen Einheit keinen Abbruch tun. Verschiedenheit muss nicht zu Teilung führen, und wahre Einheit entwickelt sich aus einer Synthese verschiedener Einflüsse, bei denen jeder seine Persönlichkeit und eigenen Talente zum Ausdruck bringen kann.
Schabbat Schalom
Einige Fakten über das Manna: Es sah aus wie eine kleines, rundes weißes Samenkorn. Es fiel nachts vom Himmel und lag zwischen zwei Schichten Tau. Es schmeckte wie die Lieblingsspeise des Essers.
Zu Beginn unserer Parascha wird Aharon aufgefordert, täglich in seiner Funktion als Kohen Gadol (Hohepriester) die Menora (Kandelaber im Heiligtum) zu entzünden und „die Flammen emporsteigen zu lassen“.
"Pessach Scheni", das "Zweite Pessach" wird am Vierzehnten des Monates Ijar gefeiert. Der Ursprung dieses Halbfesttages ist faszinierend.
In Paraschat Behaalotcha lesen wir u. a. davon, wie der mit aus Ägypten ausgezogene Tross von Konvertiten, der sogenannte Erew-Raw, sich bei Moses beschwerte und die Fleischtöpfe sowie sonstigen Delikatessen Ägyptens zurück ersehnte.
Die Menora, der allen bekannte siebenarmige Leuchter, ist nicht nur ein religiöses Zeichen des jüdischen Volkes, sondern symbolisiert auch das Volk Israel in seiner Gesamtheit.