Reeh
Lieber Leser,
in die kommende Woche fällt Rosch Chodesch Elul, der Neumond. Im Talmud (Sanhedrin 42a) wird ein vortrefflicher Vergleich aufgestellt: "Dem Monde befahl Er, sich zu erneuern wie eine herrliche Krone … Wie er, so sollen auch sie (die Juden) sich in Zukunft erneuern, zum Preise ihres Schöpfers." In dieser bildlichen Darstellung – die auch im Segensspruch über den neuen Mond zum Ausdruck kommt – wird das jüdische Volk mit dem Monde verglichen. So wie der Mond zeitweise seinen Glanz verliert, um dann um so schöner erneuert zu werden, so wird auch das jüdische Volk aus der augenblicklichen Dunkelheit des Exils zur Erneuerung kommen, um im vollen Glanz zu strahlen.
Könnte man aber nicht meinen, dass dieser Vergleich hinkt? Das Leiden der Juden ist ein tatsächliches, während die Mondphasen doch nur scheinbare sind! Denn in Wirklichkeit ändern sich Gestalt, Größe oder Glanz des Mondes überhaupt nicht; die Mondphasen zeigen nur an, wie er von der Erde her aussieht. Kurz vor dem Neumond ist er für uns auf der Erde nicht sichtbar. In der ersten Phase sehen wir ihn dann wieder – obwohl doch der Mond, als solcher, sich gar nicht verändert hat. Die der Sonne zugewandte Seite ist immer hell, und die andere Seite immer dunkel. So also bringen die verschiedenen Phasen lediglich zum Ausdruck, wie der Mond für uns aussieht, seine Beschaffenheit als solche hingegen bleibt die gleiche.
Schabbat Schalom
Der echte Prophet möge aufstehen! Es gibt so viele falsche Propheten, und es hat sie immer gegeben. Schon im fünften Buch Mosche warnt uns die Tora vor Menschen, die wie Propheten aussehen und sogar „Wunder“ vollbringen.
Ein Rabbiner bestellte beim Schneider eine neue Hose. Die Zeit verging, der Schneider versäumte einen Termin nach dem anderen. Endlich, mit monatelanger Verspätung, war die Hose fertig.
Und trotzdem möchte ich auch auf die Gefahr hin, meine Karriere dadurch zu beenden, Euch die wunderbare Neuigkeit mitteilen, die ich gehört habe: Die Welt ist sehr großzügig geworden. Möchtet Ihr einen Beweis?
An zwei Zeichen kann man die grundsätzliche Reinheit (den koscheren Status) eines Landtieres erkennen: Zweigespaltene Hufe und Wiederkäuer.
Der Segen, den wir angesichts der einleitenden Worte der dieswöchigen Sidra wählen können, hängt von der Einhaltung der Gebote ab (Deut. 11, 26-27); ... findet die Einhaltung der Gebote ganz vorzüglich in der Mizwa von Tefillin ihren Ausdruck.