Wajechi
Lieber Leser,
die dieswöchentliche Sidra Wajechi beginnt mit den Worten: "Und Jakob lebte im Lande Ägypten siebzehn Jahre lang" (Genesis 47, 28). Nach einer Erklärung dieses Verses (Baal Haturim z. St.; siehe auch Hajom Jom, S. 12) waren dies die besten und befriedigendsten Jahre in Jakobs Leben, denn während dieser Zeit gründete er Jeschiwot in Ägypten und flösste damit der vererbten Lebensweise dieses Landes ein Maß von Veredlung und Heiligung ein; und er erzielte all dieses, ohne gleichzeitig seine eigenen Ansichten oder seine persönliche Lebensführung aufzugeben, einzuschränken oder zu verwässern: Er gab assimilatorischen Einflüssen nicht nach.
Die Weisen der Mischna mahnen: "Sei einer der Schüler Aarons, den Frieden liebend, dem Frieden nachjagend, die Geschöpfe liebend und sie zur Tora heranziehend" (Awot 1, 12). Die Mischna bedient sich hier nicht des Ausdrucks "Menschen" sondern "Brijot" (Geschöpfe) – womit sie darlegen will (siehe Tanja, Kap. 32), dass wir selbst denen Liebe erweisen sollen, die scheinbar keinerlei positive Eigenschaften besitzen, außer der einen, dass sie von G-tt geschaffen worden sind und zu G-ttes Geschöpfen gehören!
Chasak, Chasak weNisChasek
Schabbat Schalom
Mit dem Wochenabschnitt Wajechi beenden wir Sefer Bereschit, das erste Buch der Tora, welches auch als 'Sefer HaJaschar', d.h. als das Buch der Gerechten bezeichnet wird, dabei auf unsere Stammväter Abraham, Isaak und Jakob Bezug nehmend, die schließlich Gerechte waren.
Wenn wir ein Buch der Tora oder des Talmuds beenden, halten wir traditionell ein Sijum ab: Wir feiern den erfolgreichen Abschluss eines Tora-Abschnittes.
Ein Paar besuchte Jerusalem und sah einen Mann an der westlichen Mauer beten. Einerlei, zu welcher Tageszeit sie zur Mauer gingen, der Mann war immer da.
„Wissen ist Macht“, behauptet eine Redensart, und wie die meisten Redensarten hat sie recht. Wenn Sie wüssten, wann Ihre Frau beim Feilschen den Rückzug antreten wird und ob Ihre Partnerin Sie wirklich liebt, könnten Sie Ihr Schicksal besser meistern.
Der Segen, mit dem unser Vater Jaakow seinen Sohn Ascher segnete, beginnt: „Aschers Nahrung ist reich an Öl“. Dazu sagt Raschi, dass dies bedeutet, dass in seinem Gebiet viele Ölbäume wachsen werden ...
Wenn wir mit einer Tragödie konfrontiert werden, trauern wir. Aber wir fragen uns auch: Welches positives Element liegt dieser negativen Erfahrung bei? Wir können es nicht immer sehen, aber wir suchen es immer.