Wajischlach
Lieber Leser,
Unsere Weisen sagen: "Das Leben unserer Patriarchen ist Anleitung für ihre Nachkommen".
Die vorwöchige Sidra, Wajeze, stellt dar, wie Jakob sein Elternhaus verliess, mit nur einem Stecken in der Hand; er verbrachte viele Jahre in einem fremden Land und in fremder Umgebung, und am eigenen Körper erfuhr er die Leiden und Entbehrungen eines Flüchtlings. Schließlich jedoch war er erfolgreich, und in der dieswöchigen Sidra, Wajischlach, sehen wir ihn vor uns als das Haupt einer Familie von zwölf Kindern, von G-tt mit materiellen wie mit geistigen Gütern gesegnet.
Jakobs grösste Segnung bestand in seinen Kindern. Obwohl sie, mit Ausnahme von Benjamin, alle in einem fremden Land geboren wurden, wurden sie doch in der Lebensweise ihres Vaters erzogen; und keins von ihnen "ging der Gemeinschaft verloren".
Die Geschichte unserer Vorväter, besonders die von Jakob, dem "bevorzugten" Patriarchen, wiederholt sich im Leben jedes Juden bis zum heutigen Tage, in jedem Land und an jedem Ort. Darin liegt gleichzeitig eine Forderung und ein Versprechen. Die Forderung besteht darin, dass diese Minderheit ihre Identität, ihre Traditionen und ihre Lebensauffassung bewahren und dafür sorgen soll, dass die neue Generation den gleichen Weg geht. Manchmal mögen die Schwierigkeiten groß und die Hindernisse zahlreich sein. Doch wo Entschlossenheit herrscht, kann man des Erfolges versichert sein. Unserem Vater Jakob wurde Gedeihen zuteil; und wir haben das Versprechen, dass seinen Nachkommen dies ebenfalls gewährt wird, wenn sie sich durch sein Beispiel anfeuern lassen und von derselben Willens - und Entschlusskraft erfüllt sind.
Schabbat Schalom
Wussten Sie schon? Dieses Magazin können Sie auch ausdrucken und vor Schabbat mit in die Synagoge nehmen. Dort können Sie es in der Pause in Ruhe lesen, mit ihren Freunden teilen oder zum Kiddusch etwas daraus vorlesen. Jetzt ausdrucken und später lernen.
Der Ursprung für die „internationale“ Bezeichnung des jüdischen Volkes – Israel – liegt in unserem Wochenabschnitt, in welchem wir zum ersten Mal in der Thora auf den Volksnamen der Hebräer stoßen.
Das Buch Bereschit wird als das „Buch der Rechtssatzungen“ betitelt, wie der Talmud erklärt: „Es ist das Buch der Erzväter, welche auf dem rechten Wege wandelten.“
Der Wind blies und dicke Schneeflocken fielen vom Himmel. Die Kinder der Familie Stern, Motti, Ari, Ester und der kleine Chaim, stampften mit ihrem Vater an diesem winterlichen Schabbat-Morgen durch den Schnee.
Der Talmud (Brachot 13,1) sagt, dass derjenige, der Abraham bei seinem früheren Namen Abram nennt, eine Sünde begeht, da G-tt selbst ihm gesagt hat, sein Name solle nicht mehr Abram sondern Abraham lauten.
Religion bietet Erlösung, Erleuchtung, einen Platz im Himmel. Religion lehrt die Besserung des eigenen Ich: Demut, Hingabe, Glaube.
Nach biblischem Gesetz ist ein Kind nicht verpflichtet, jegliche Gebote zu beachten, bis es Bar oder Bat Mizwa wird. Trotzdem haben unsere Weisen vorbeugend festgelegt, dass Eltern ihre Kinder auf das Ausführen der Mizwot und der Vermeidung der Verbote aus der Tora vorzubereiten.