Wajeschew
Lieber Leser,
in der dieswöchigen Sidra Wajeschew bezeichnet die Tora Josef als "schön von Gestalt und schön von Erscheinung". Er pflegte sein Haar zu kämmen, und so fand ihn die Frau seines Meisters Potifar reizvoll. Er kam ins Gefängnis, und selbst dort "liess G-tt gelingen, was er tat".
Die Schilderung dieses Vorfalles besteht aus zwei Teilen. Der eine Teil handelt von Josef und enthält die oben zitierte Angabe seiner Schönheit, der andere spricht von Potifars Weib. Aus beiden - wie aus allem, das in der Tora steht - kann man gültige Lehren für das tägliche Leben zu allen Zeiten entnehmen.
Bei Josefs Geburt hatte seine Mutter Rachel gesagt: "G-tt gebe mir noch einen anderen Sohn (Ben Acher)". Der dritte Lubawitscher Rebbe, der "Zemach Zedek" s.A., hat hierzu die Erklärung gegeben, dass Josefs Lebensaufgabe sein sollte, dass aus einem "Acher" (einem "anderen" oder "fremden") ein "Ben" (ein wahrer Sohn) würde, das heisst, dass durch ihn Menschen den Weg zu G-tt finden.
Diese Fähigkeit und Stärke Josefs lag in eben der Tatsache begründet, dass er "schön von Gestalt und schön von Erscheinung" war. In allem war Josef vollkommen: in der Einhaltung der positiven ("Gestalt") wie der negativen ("Erscheinung") Vorschriften. Und aus diesem Grunde war er in der Lage, andere zu beeinflussen.
Dies ist eine Lehre für jeden einzelnen: Von jedem wird erwartet, dass er nicht nur ständig an sich selbst "arbeitet" sondern auch an anderen. Um hierbei wirklich erfolgreich zu sein, muss man stets den Grundsatz im Auge behalten: "Erst bring dich selbst in Ordnung, und dann andere". Dies bedeutet allerdings nicht, dass man erst einmal abwarten muss, bis man selbst ganz vollkommen ist, bevor man es unternimmt, anderen zu helfen; das ist falsch. Nein, ungeachtet des eigenen Standortes muss man sich mit anderen abgeben - und zwar sofort, ohne Aufschub.
Schabbat Schalom
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In der Thora erfahren wir von mehreren Zwillingsgeburten, genauer betrachtet, von zweien. Da waren Jakow und Esaw, und die Zwillinge Jehudas, Jakows Enkel.
In Rivki's Zimmer sah es schon fast aus wie auf dem Rummel, den ihre Klasse zu Chanukka dieses Jahr veranstalten würde. Plakate, Luftschlangen, Ballons, Lose, Preise und Pakete lagen überall in ihrem Zimmer verteilt.
Den Vers "und es ließ sich Jaakow nieder im Land der Wohnungen seines Vaters, im Land Kna'an" deutet der Meseritscher Maggid wie folgt: "und es ließ sich Jaakow nieder" - Jaakow stieg herunter - "im Land" - ins Irdische.
"Nichts wissen ist prima!"- wie einfach - und wie wahr! Falls Du die Ungerechtigkeit der Welt nicht mehr aushalten kannst, schließe einfach die Augen und denke, es wäre nicht so.
Das Buch Tanja ist das Hauptwerk von Rabbiner Schneor Salman von Ljadi (Der Alte Rebbe), Gründer der Chassidut Chabad. Es bildet das Fundament der Chassidut und besteht aus fünf Teilen. Der erste Teil ist auch bekannt als das Buch der Durchschnittsmenschen (Bejnonim) und enthält zahlenmäßig soviele Kapitel (53), wie wir Toralesungen am Schabbat lesen.
Für die chassidische Bewegung hat das jüdische Jahr, ausser den „regulären“ Festen und Fasttagen, noch eine Reihe von bedeutsamen Daten, die als spezifisch chassidische Feste oder Gedenktage gefeiert werden. Der Kalender des Chabad-Lubawitsch-Chassidismus ist (sozusagen) noch „voller“ von solchen Ereignissen als derjenige anderer chassidischer Zweige.
