Balak
Lieber Leser,
die dieswöchentliche Sidra behandelt die Dinge, die sich ereigneten, nachdem die Israeliten ihr Lager nahe der Grenze des Landes Moab aufgeschlagen hatten. Balak, der König von Moab, dingte den Bilam, einen berühmten Propheten, damit er das jüdische Volk verfluche; Balak hoffte damit, großes Unheil über die Juden zu bringen. Bilam stieg auf einen Hügel hinaus, von wo er eine panoramahafte Übersicht über das ganze Lager der Israeliten hatte. Nachdem er einige heidnische Opferriten vollzogen hatte, stand er in Erwartung der prophetischen Eingebung, um das Volk zu verfluchen. G-tt aber vereitelte seine Absichten auf ganz unerwartete Art und Weise: Ein von G-tt ausgehender Geist wahrer Prophetie bemächtigte sich Bileams plötzlich, und statt das jüdische Volk zu verfluchen, segnete er es mit dramatischen Worten und in herrlicher, poetischer Ausdruckweise.
In Bileams Segen findet sich der Satz (Num. 23, 9): "Denn ich sehe ihn (d. h. Israel) von der Höhe der Felsen her ... " Kommentatoren haben diese Redewendung als einen Hinweis auf die felsenfeste Basis der Juden, nämlich ihre Vorväter, erklärt. Viele Jahre später drückte der Prophet Jesaja die gleiche Idee aus, als er zu seinem Volk den Ausruf tat (Jes. 51, 1): "... schaut hin zu dem Felsen, aus dem ihr gehauen seid ..."; dabei bediente auch er sich des hebräischen Wortes "zur" für "Felsen". Eine genauere Übersetzung für "zur" ist "Feuerstein".
Ein Feuerstein hat die sehr bemerkenswerte Eigenschaft. Funken zu produzieren, wenn ein anderer Stein ihn anschlägt. Noch erstaunlicher aber ist, dass solch ein Feuerstein Hunderte, sogar Tausende, von Jahren unter Wasser liegen kann, ohne dadurch seine Kraft zu verlieren, Feuer zu erzeugen. Wird er aus dem Wasser herausgenommen und mit einem anderen Stein angeschlagen, so kommt aus ihm wieder ein feuriger Funke heraus.
Und es ist diese Eigenschaft eines Feuersteines, die die Propheten dem jüdischen Volke zugeschrieben haben. Ein Jude kann seine Jüdischkeit nie loswerden. Selbst wenn, er jahrelang tief unten, in einem wahrhaften Ozean feindlicher, für sein spirituelles Dasein schädlicher Einflüsse gelegen hat, kann er niemals völlig ertrinken und zum Erlöschen gebracht werden. Mit der richtigen Methode und einem passenden Antrieb wird der G-ttliche Funke jüdischer Identität ganz bestimmt wieder gezündet werden; und der Funke kann dann zu einer wilden Flamme entfacht werden.
Schabbat Schalom
Wenn Sie glauben, dass wir Juden während unserer langen Geschichte immer nur unterdrückt und mit Vorurteilen konfrontiert wurden, dürfte der Tora-Abschnitt dieser Woche für Sie interessant sein.
An diesem Schabbat lesen wir einige der schönsten Segnungen und Lobpreisungen unseres Volkes.
Jedermann weiß von der Unzufriedenheit und der Verwirrung, die innerhalb der Jugend auf der ganzen Welt herrscht. Sie zeigt sich in ihrer Rebellion gegen das "Establishment", in dem Wunsche, "aus der Reihe zu schlagen", und in dem "Zwiespalt zwischen den Generationen".
Ich erhielt von einer Freundin ein rotes Band. Sie nannte es „Kabbala-Armband“ und sagt, es bringe Erfolg und Schutz und behüte vor dem Bösen Blick. Ist das wirklich so?