Chukat
Lieber Leser,
die Vorschrift von "Para Aduma" ("Rote Kuh") steht am Anfang der dieswöchigen Sidra, eingeleitet mit den Worten: "Dies ist eine Satzung der Tora …" Der Ausdruck "Chukat" – eine Satzung, deren Grund uns nicht erschlossen ist – kommt hier deshalb zur Anwendung, um zu betonen, dass dieses Gesetz G-ttes zu beachten ist, obwohl es mit den Regeln der Vernunft nicht erklärbar ist. In einem tieferen und erweiterten Sinne müssen natürlich alle Mizwot, selbst die "verständlichen", in völliger Ergebenheit unter G-ttes Herrschaft ausgeführt werden, so als seien sie alle unfassbare Satzungen.
Unter ähnlichen Gesichtspunkten ist die Anweisung zu verstehen: "Sei bei einer leichten Mizwa ebenso gewissenhaft wie bei einer schweren, denn du kennst ja nicht den Lohn für Mizwot." Diese kategorische Feststellung bedarf allerdings einer Erklärung, ist es doch die Tora selbst, die bei einer ganzen Reihe von Vorschriften die Strafen anführt, die denjenigen erwarten, der sie übertritt oder nicht einhält.
Bei der Ausführung von Mizwot kommen zwei verschiedene Prinzipien zur Anwendung und zwar: erstens gehorsame Unterwürfigkeit unter den Willen G-ttes, und zweitens die "veredelnde" Eigenschaft der Mizwa als solcher.
Was die Unterwürfigkeit unter G-ttes Willen betrifft, so besteht dabei kein Wesensunterschied zwischen einer Mizwa und einer anderen; alle, ob groß oder klein, sind gleichwertig darin, dass sie G-ttes Anordnungen, die befolgt werden müssen, zum Ausdruck bringen.
Schabbat Schalom
Die dieswöchentliche Sidra beginnt mit den Worten: "Dies ist die Satzung der Tora". Die Tora enthält Gesetze verschiedener Art, und die "Satzungen" sind jene Vorschriften, für die es dem Augenschein nach keine Erklärung gibt.
Welches war die größte Herausforderung in Ihrem Leben? Dem Chef zu sagen, daß er sich irrt? Vor einem schwierigen Publikum eine Rede zu halten?
Warum finden manche Leute im Judentum Erfüllung, während andere davon gelangweilt sind? Warum ist der Glaube für manche aufregend und für andere unwichtig, für viele eine Freude und für andere eine Last?
Die Parascha dieser Woche von Chukat beginnt mit der Besprechung des grundlegenden Gebots der Tora, der roten Kuh oder, wie manche sagen, der roten Färse. Es wird ausführlich das Prinzip besprochen, dass derjenige, der durch den Kontakt mit einer Leiche unrein geworden ist, seine Reinheit wiedererlangen kann, indem er mit Wasser besprengt wird, in dem die Asche der roten Kuh liegt.
Gibt es im Judentum ein Leben nach dem Tod? Warum erwähnt es die Tora nicht? Gibt es außer dieser Welt keine andere?
Ich habe bemerkt, dass an Jüdischen Beerdigungen der Rabbiner die Familienmitglieder und Freunde aufruft, um das Grab mit Erde aufzufüllen. Welchen Grund gibt es dafür?
Die grundsätzliche Idee des jüdischen Gebetes ist es sich mit G’tt zu verbinden. Aber wie kann sich ein begrenztes menschliches wesen mit einem unbegrenzten G’tt verbinden?
