Pinchas
Lieber Leser,
in der Parascha dieser Woche geht es um Pinchas, den Zeloten, einen mutigen jungen Priester, der sich gegen Götzendienst und Unmoral wehrte und Israel vor einer verheerenden Seuche rettete.
Pinchas entschlossenes Handeln machte ihn zum Helden. Er hat es verdient, dass wir einen Wochenabschnitt nach ihm benennen. Aber wir würden unseren Kindern nicht unbedingt empfehlen, ihm nachzueifern. Die damalige Zeit war außergewöhnlich. Heute darf Gewalt nicht die Norm sein. Also kann selbst ein Held wie Pinchas nicht unser Vorbild sein, zumindest nicht, wenn wir seine Taten näher betrachten. Immerhin gibt Pinchas uns Stoff zum Nachdenken. Was kann bei uns aufrichtige Empörung auslösen? Was stört uns am heutigen jüdischen Leben? Unter welchen Umständen würden wir verteidigen, was uns heilig ist? Gibt es etwas, was uns richtig wütend macht?
Was könnte uns zum Handeln bewegen? Worüber können wir uns aufregen? Eine berühmte Aussage, die dem ersten Rebbe von Chabad, Rabbi Schneur Salman von Ladi, zugeschrieben wird, lautet: „Ein Jude ist weder bereit noch imstande, sich von G-tt zu trennen.“ Mit anderen Worten: Sobald einem Juden bewusst wird, dass ein Vorhaben ihn G-tt und dem Heiligen entfremden würde, kann und wird er es nicht tun, selbst wenn er wenig religiös ist. Denn diese Scheu entspringt seinem innersten Wesen, seiner spirituellen DNS.
Schabbat Schalom
Voller Verzweifelung und mit bitteren Tränen in den Augen – sie wussten nicht, was sie tun sollten – standen Moses, Aaron und die Ältesten da, als Simri, ein Fürst aus dem Stamme Simeon, in aller Öffentlichkeit G-tt herausforderte und Sein moralisches Gesetz übertrat.
Wenn wir über das Gebet diskutieren, vergessen wir manchmal einen seiner Hauptzwecke: dass wir um etwas für uns bitten. Warum ist das so?
Unser Tag besteht aus einer Mischung von konstanten und veränderlichen Faktoren. An jedem Tag aufzustehen, bleibt konstant, nur die Zeit ist unterschiedlich. Ist Abwechslung nicht besser als der alte Trott? Können wir alle dem Teenager-Motto zustimmen: "Normal ist langweilig!"?
Eine Zusammenfassung der Gesetze und Bräuche die mit den Drei Wochen einhergehen. Wir trauern um die Zerstörung der beiden heiligen Tempel - 17. Tammus bis 9. Aw.
Eine unterschiedliche Meinung zwischen dem Rambam und dem Ramban in Hilchot Bet HaBechira, nachdem die Mizwa, einen Tempel zu errichten, angeführt wird, schreibt der Rambam.