Schmini
Lieber Leser,
die Tora schildert eine interessante Szene während der Einweihung der Stiftshütte. Aharon, der neue Hohepriester, soll G-tt sein erstes Opfer darbringen. Aber er steht an der Seite und zögert, seine Pflicht zu tun.
Sein Bruder Mosche geht zu ihm und sagt: „Aharon, warum fürchtest du dich? L’Kach niwcharta – darum wurdest du auserwählt!“
Der heilige Baal Schem Tow, der Begründer der chassidischen Bewegung, erläuterte diese beiden Worte:
Gerade weil Aharon weder nach Macht noch nach Ruhm strebte, wurde er zum Hohenpriester auserwähltGerade weil Aharon weder nach Macht noch nach Ruhm strebte, wurde er zum Hohenpriester auserwählt. Das verstand Mosche als er sah, dass sein Bruder zögerte, das hohe Amt anzunehmen. Also sagte er zu ihm: „Darum wurdest du auserwählt!“, wegen deiner Demut und deiner G-ttesfurcht.
Vergleichen wir das einmal mit den Aussagen eines angehenden Politikers: „Ich bin der Beste für diese Aufgabe!“ oder : „Dank meiner Erfahrung bin ich jeder Herausforderung gewachsen!“ Welcher Politiker ist sich über die Verantwortung im Klaren, die auf ihn zukommt, und welcher hat Angst davor?
Ist es nicht seltsam, dass selbstgefällige Politiker uns mit ihren Phrasen überhäufen, obwohl die meisten Bürger in Umfragen angeben, dass sie kein Vertrauen mehr in diese Leute haben?
Natürlich brauchen Führungspersönlichkeiten intellektuelle Fähigkeiten. Aber Demut und ein einwandfreier Charakter müssen hinzukommen.
Schabbat Schalom
Die Zeitungen berichten, daß Astronomen eine verwirrende Entdeckung gemacht haben: Einige Teile des Universums sind anscheinend älter als das Universums selbst.
Die Namen der wöchentlichen Toraabschnitte sind nicht zufällig, sondern symbolisieren den Inhalt der ganzen Parascha. Das heisst: In allen Teilen der Parascha, auch wenn diese von ganz unterschiedlichen Themen handeln.
Fische in ihrer Umwelt – Wasser – gleichen den Gelehrten, welche die Tora studieren. Das folgt aus dem Bericht des Talmuds über das römische Dekret gegen das Tora-Studium.
Unter dem Einfluss vieler weitverbreiteter Religionen sind viele Menschen davon überzeugt, dass die physische Welt zu meiden und eine asketische Lebensweise zu pflegen, Spiritualität bedeutet. Das Judentum sieht das alles ganz anders.
Wenn es sich um mehr als eine Essenskategorie handelt, sei es ein Snack oder ein komplettes Menü ohne Brot, gibt es bestimmte Richtlinien bezüglich der Segenssprüche.
Ist es unangemessen und heuchlerisch einen Segensspruch zu sagen, wenn ich nichtkoscheres Essen zu verzehren plane? Ich will damit beginnen, langsam die Gesetze der Tora einzuhalten.