Wajikra
Lieber Leser,
Am Anfang der dieswöchentlichen Sidra heißt es in der Tora: "Wenn ein Mann ein Opfer von euch dem Ewigen näherbringt ...". Beim ersten Hinblick ist diese Ausdrucksweise schwer zu verstehen. Wenn die Worte "von euch" sich auf den "Mann" beziehen, dann hätte diese Stelle doch eigentlich lauten müssen: "Wenn ein Mann von euch ein Opfer dem Ewige näherbringt ..."
Durch diese Umstellung der Worte beabsichtigt jedoch die Tora, den Begriff der "Opfer" vom Spirituellen her zu erklären, vom Gesichtspunkt der persönlichen Verpflichtung jedes einzelnen, G-tt zu dienen.
Unsere Weisen betonen, dass der Vers "Sie sollen für Mich ein Heiligtum machen, und so werde Ich in ihrer Mitte wohnen" auf jede einzelne Person Bezug hat: G-tt befiehlt jedem einzelnen, für sich selbst ein Heiligtum zu errichten, passend und geeignet, dass G-ttes Gegenwart dort weilen kann. Es war selbstverständlich, dass jeder Dienst, der im Tempel ausgeführt wurde, sein Gegenstück auch in jedem individuellen Heiligtum haben musste; und dazu gehörte ganz besonders der allerhöchste G-ttesdienst, nämlich das Darbringen von Opfern.
Der "Alte Rebbe" erklärte unseren Vers "Wenn ein Mann ..." wie folgt: "Wenn ein Mann sich der G-ttlichkeit nähren will", dann muss die Bedingung dafür sein: "Von euch ein Opfer dem Ewigen". Man muss Opfer von sich selbst bringen!
Schabbat Schalom
Was haben Sie von dem kleinen Rüpel gelernt, der Sie in der dritten Klasse immer ärgerte? Was haben Sie von Ihrem Schwager gelernt, dem es Spaß macht, bei jedem Familientreffen über Politik zu streiten?
Amnesie ist eine schlimme Krankheit. Stellen Sie sich vor, Sie wissen nicht mehr, wer Sie sind. Plötzlich haben Sie keine Familie, keine Lebensgeschichte und keine Identität mehr.
Der Buchstabe Alef im Vers „Und G-tt rief Mosche“ ist winzig. Er ist viel kleiner als ein normales Alef.
Wer mehr verdienen kann, wird kaum sagen: „Unnötig! Ich brauche nur das, was zum Überleben notwendig ist.“ Ist die spirituelle Seite des Lebens weniger wichtig?
Vor wenigen Monaten sagte ich zu, als man mich bat, eine Nacht im Spital neben einer Koma-Patientin zu verbringen. Ich hatte einen Anruf von der örtlichen Bikkur Cholim-Gruppe erhalten ...
Rabbi, sie haben die geschlechtsspezifische Ausgrenzungspraktik lange genug betrieben. Was möglicherweise für das alte Babylonien und das mittelalterliche Europa gut war, passt doch nicht in die heutige Welt, wo wir nach Gleichberechtigung und Fördermaßnahmen zugunsten benachteiligter Gruppen streben.