Lieber Leser,

im Wochenabschnitt Teruma können wir als Teil einer Trilogie betrachten. Vor zwei Wochen lasen wir Jitro, der von der Übergabe der Tora berichtet. Letzte Woche lasen wir Mischpatim, wo Anweisungen zu einem rechtschaffenen Leben das Band zwischen dem Spirituellen und dem Profanen vollendeten. Und diese Woche lesen wir vom Plan zum Bau des Heiligtums: Materialien und Maße in allen Einzelheiten.

Ist die Reihenfolge hier nicht verkehrt? Wäre es nicht sinnvoller, zuerst ein Haus für G-tt zu bauen, wo wir seine Gegenwart auf Erden spüren könnten, und dann einzutreten, um sein Wort zu empfangen? Warum kommt das Haus zuletzt?

Überlegen Sie einmal, wie Sie selbst vorgehen. Solange Sie jung sind, leben Sie bei Ihren Eltern oder in einer Mietwohnung, vielleicht mit Freunden zusammen. Warum brauchen Sie ein Haus? Sie wollen herausfinden, wer Sie sind, alle Möglichkeiten prüfen und Ihren eigenen Geschmack entwickeln.

Aber wenn Sie damit beginnen, wenn sie heiraten und Kinder haben, wenn Sie einen Platz brauchen, an dem Sie ihre gereifte Persönlichkeit entfalten können, wird es wichtiger, ein Heim zu haben, das Ihnen gehört und das dauerhaft ist.

Schabbat Schalom