Behar
Lieber Leser,
zu Beginn der Sidra Behar befasst die Tora sich mit dem Gebot der Schmitta (Lev. 25:2): „Wenn ihr in das Land kommt, welches Ich euch gebe, dann soll das Land einen Schabbat für G-tt feiern.“ Und später in der der Tora heißt es (Deut. 15:1-2): „Am Ende von sieben Jahren sollst du eine Schmitta halten. Und dies ist das Anliegen von Schmitta: Jeder Gläubiger soll seine Schuldforderung gegen seinen Nebenmenschen erlassen; er darf seinen Nebenmenschen und seinen Bruder nicht auf Zahlung drängen, denn eine Schmitta hat er vor G-tt ausgerufen.“
Zwei der grundlegenden Schmitta-Gesetze sind diese: Alle noch ausstehenden persönlichen Schulden sind durch die Schmitta, die am Ende dieses besonderen Jahres in Kraft tritt, aufgehoben. Zweitens: Schulden, die bei einem Bet Din (rabbinischen Gerichtshof) eingetragen worden sind, werden von der Schmitta nicht betroffen, sondern können weiterhin eingezogen werden. – Wenn jemand vor der Schmitta Geld leiht, wird er darauf hingewiesen, dass die redlichste Handlungsweise für ihn darin besteht, die Anleihe schon vor dem Ende des Jahres zurückzuzahlen, an dem sie sonst nicht mehr einkassiert werden könnte. Wenn der Gläubiger dagegen die Anleihe bei einem Bet Din registriert, so bleibt sie bestehen, und der Schuldner kann dann die Rückzahlung nicht verweigern.
Das Prinzip von Schmitta nun sollte auch in unseren Beziehungen zu G-tt in Anwendung kommen; denn hier sind wir die „Schuldner“, und G-tt ist der „Gläubiger“. G-ttes Segnungen erhalten wir nicht als freies Geschenk, sondern wir müssen für sie „zahlen“. Sie sind uns auf Kredit gegeben, weil G-tt es wünscht, dass wir Seine Gunstbezeigungen auch verdienen, statt sie als bloße milde Gabe hinzunehmen.
Schabbat Schalom
Zu Beginn unseres Wochenabschnitts wird das Gebot des Schmita-Jahres behandelt: Wenn ihr in das Land kommt ... so soll das Land seinen Schabbat für G-tt ruhen.
Was ist das ökonomische System des Judentums? Soweit es dies gibt, würde ich es als "Kapitalismus mit Gewissen" beschreiben. In der Tora wird, wie im Kapitalismus, die freie Marktwirtschaft vertreten. Aber es ist ein bedingter Kapitalismus und auf jeden Fall ein einfühlsamer Kapitalismus.
Welcher Politik folgten die Juden der biblischen Zeit? Waren sie Kapitalisten, Kommunisten, Sozialisten ...? Nein, sie waren Kohanim, Leviten und Israeliten. Und vor allem waren sie Realisten, weil sie ihre Gesetze unmittelbar von G-tt bekommen hatten.
Es klingt etwas merkwürdig, wenn ein entwöhnter Alkoholiker sagt: "Das Alkoholiker-Sein war in Wirklichkeit das Beste, was mir je hätte passieren können."
In mehreren Quellen finden sich Hinweise auf Lag BaOmer, den 33. Tag im Omer und Erklärungen seiner Bedeutung. In Bezug auf die Pluralität der Erläuterungen gilt hier, wie anderswo, das Diktum unserer Weisen: „Diese wie jene sind die Worte des Lebenden G-ttes“.
Hallo, ich möchte mit Ihnen etwas besprechen, was ich mit meinem eigenen Rabbiner nicht besprechen kann, da ich sonst zu verlegen sein werde.