Mezora
Lieber Leser,
wussten Sie, dass manche Menschen ermordet werden, ohne es zu merken, und ihr Leben wie gewohnt fortsetzen?
Wie ist das möglich? Der neue Wochenabschnitt handelt von Zaraat. Die Kommentatoren erklären, dass es hier um eine Strafe für die Sünde Laschon Hara geht, was wörtlich übersetzt „böse Zunge“ oder „böses Gerede“ bedeutet. Gemeint sind unter anderem Klatsch, Gerüchte und üble Nachrede.
Ein altes britisches Soldatensprichwort sagt: „Sorgloses Gerede kostet Menschenleben.“ Der Talmud berichtet im Namen von Rabbi Schmuel bar Nachmani: „Warum nennt man die böse Zunge eine dreifach schlagende Zunge? Weil sie drei Menschen tötet: den Sprecher, den Angesprochenen und den Menschen, über den gesprochen wird.“ Sie tötet zwar nicht körperlich, aber sie kann eine Persönlichkeit töten.
Maimonides fügt hinzu: Manchmal sagen wir etwas, was nicht ganz auf Gerüchten beruht. Aber wenn es weitererzählt wird, verursacht es schließlich Schaden, Furcht oder Schmerz bei den Menschen, um die es geht.
Selbst ein Lob kann Klatsch sein, wenn wir es vor einem Feind des Gelobten aussprechen, der wahrscheinlich negativ darauf reagiert.
Die Orchot Zadikim (Wege der Rechtschaffenen) bemerken: „Bevor du sprichst, bist du Herr deiner Worte. Nachdem du gesprochen hast, sind deine Worte dein Meister.“ Wie oft fühlen wir uns als Gefangene unserer Worte, wenn wir es bereuen, etwas gesagt zu haben!
Schabbat Schalom
Der Beginn unseres Wochenabschnitts handelt von den Vorschriften des Aussätzigen, der als unrein galt. Der Aussätzige symbolisiert eine weite Ferne zur Heiligkeit.
An Pessach ist es ein Verbot der Tora Chamez zu besitzen, daher muss jegliches übrig gebliebenes Chamez an einen Nicht-Juden verkauft werden. Nutzen Sie unser Online-Formular um schnell und einfach Ihr Chamez zu verkaufen.
Warum die Aufregung? Die Tora verbietet viele Dinge zu bestimmten Zeiten, aber - G-tt sei Dank! - sind wir nicht verpflichtet, gegen jede verbannte Sache einen Zerstörungsfeldzug zu führen.
Das Pessachfest wird auch das Fest der Mazzot genannt. Der Bezug des Festes zu dem ungesäuerten Brot besteht in zweierlei: 1) Es ist ein Gebot Mazza zu essen; 2) Es ist ein absolutes Verbot Chametz (Gesäuertes) zu essen und sogar zu besitzen.
Es gibt verschiedene Gründe, warum der Schabbat vor Pessach Schabbat Hagadol (der "Große Schabbat") genannt wird. Lesen Sie hier einige Gründe warum es zu dieser Namensgebung kam.
Die Befreiung aus Ägypten – das Leitmotiv des Pessach-Festes – ist mit dem Korban Pessach, dem Opfer eines Lammes, verbunden. Das Lamm wurde dargebracht und später von jedem einzelnen Haushalte verzehrt, wie uns in dem besonderen Tora-Abschnitt erzählt wird.