Schemini
Lieber Leser,
mit ihrem ersten Vers (Lev. 9, 1) weist die dieswöchige Sidra auf den achten Tag ("Schmini") der Einweihung des Heiligtum in der Wüste hin. Die G-ttliche Enthüllung an diesem achten Tage war nicht das Verdienst des menschlichen Tuns und Handelns, das sich auf die Weihung während der vorangegangenen sieben Tage konzentriert hatte. Erst als jene Weihung ihr Ende gefunden hatte, stellte G-ttes Reaktion und Antwort sich ein. G-tt gibt dem Menschen Seine Gaben erst dann, wenn der Mensch alles ihm Mögliche getan hat, um sich G-tt zu weihen. Eben deshalb wird dieser der "achte Tag" genannt – der Tag, an dem G-ttes Gnade erwuchs, Erwiderung auf die sieben Tage, an denen der Mensch auf eigene Initiative hin sich G-tt genähert hatte.
Schabbat Schalom
Unser Wochenabschnitt beginnt mit der Beschreibung über die Einweihung des Heiligtums. Sieben Tage lang wurde das Heiligtum errichtet und der achte Tag galt seiner Einweihung.
Die dieswöchige Sidra beginnt mit den Worten (Leviticus 9, 1): "Und es war am achten Tage ..." Der Tora-Kommentar Kli Jakar fragt, warum dieser Tag, als der auf die sieben Tage der Einweihung des Heiligtums folgende, einfach als "achter Tag" bezeichnet wird.
Fische in ihrer Umwelt – Wasser – gleichen den Gelehrten, welche die Tora studieren. Das folgt aus dem Bericht des Talmuds über das römische Dekret gegen das Tora-Studium.
Schmini, die Parascha dieser Woche, führt Ernährungsregeln ein. Tiere müssen wiederkäuen und gespaltene Hufe haben, damit sie koscher sind. Fische müssen Flossen und Schuppen haben. Einige Vögel sind verboten.
»Sage mir, was du isst, und ich sage dir, was du bist.« schrieb der französische Denker Brillat-Savarin und meinte damit: Unsere Essgewohnheiten widerspiegeln, wer und was wir sind.