Schmot
Lieber Leser,
mit der dieswöchigen Sidra Schmot beginnt die Tora ihre Schilderung des Auszuges der Israeliten aus Ägypten, wie dieser dann schließlich in der Offenbarung der Tora am Sinai kulminierte. Die Mizwot, die wir seit dieser Sinai-Gesetzgebung erfüllen, unterscheiden sich in gewisser Beziehung von den Vorschriften, die unsere Ahnen vorher ausübten, und zwar darin, dass sie (erstens) G-ttes ausdrückliche Gebote sind, und dass sie (zweitens) die physische Welt mit dauerhafter Heiligkeit durchdringen und erfüllen.
Auf dieser Ebene werden dann die materiellen Dinge, die für die Ausführung der Mizwot benötigt werden (zum Beispiel das Leder der Tefillin-Riemen, das Widderhorn als Schofar und dgl.), so erhöht und verfeinert, dass ihnen selbst ein Maß von Heiligkeit innewohnt. Daraus folgt, dass die Mizwot mit natürlichen Mitteln, nicht aber mit der Hilfe von Wundern, ausgeführt werden sollen; denn eben um die natürliche Welt zu läutern, zu weihen, zu "vergeistigen", müssen die Mizwot selbst innerhalb der Natur, nicht überhalb der Natur, existieren und Realität haben.
Schabbat Schalom
Der Talmud sagt: Was ist Arbeit [Awoda] im Herzen? Wir meinen damit das Beten, – denn es steht im Schma Jisrael geschrieben: "Du sollst Ihm mit deinem ganzen Herzen dienen." Aber die Halacha verlangt, dass wir das Gebet mit unseren Lippen zu einer bestimmten Zeit ausführen.
Wenn in Ihrem Führerschein “Jonathan” steht, spielt es dann eine Rolle, ob man Sie “John”, “Johnny” oder “He, Kumpel” nennt? Für Sie spielt es eine Rolle!
Ein Science-Fiction-Autor beschrieb einmal, wie man fliegen lernen kann: Springen Sie von einem hohen Turm und vergessen Sie kurz vor dem Aufprall, dass Sie nicht fliegen können!
In der dieswöchentlichen Sidra wird uns gezeigt, wie eine kleine Schar von Juden – 70 an der Zahl – es fertig brachte, in dem fremden Lande Ägypten fortzubestehen, umgeben von einem erdrückend mächtigen und feindlich gesinnten Volke.
Da der Name und die hebräischen Buchstaben, aus denen der Name besteht, das Schicksal des Kindes wesentlich mitbestimmt, erleben der Kabbala zufolge Eltern bei der Namenswahl für ihre Kinder eine prophetische Eingebung.
Musik und Gesang nehmen einen wichtigen Platz im chassidischen Leben ein. Seinem ganzen Wesen nach ist der Chassidismus dem Pessimismus abhold; er legt Wert darauf, dass man G-tt mit Freude, mit innerer Fröhlichkeit dient und so eine Verbindung zum G-ttlichen anstrebt.
Zum Vers „Jeden Sohn, der geboren wird, werft in den Kanal und jede Tochter lasst leben“, stellt sich die Frage, warum Pharao ausführte, dass man die Töchter leben lassen solle.