Behar
Lieber Leser,
die dieswöchige Sidra enthält Anweisungen über das siebente Jahr, das Schmitta-Jahr, während dessen das Land nicht gepflügt, besät oder irgendwie bebaut werden darf. Gewiss, in der Praxis gehen die Vorschriften über Schmitta nur im Heiligen Lande an. Zwar mag so - wie vielfach bei Tora und ihren Mizwot - die tatsächliche Erfüllung dieser Anordnungen zeitlichen und räumlichen Beschränkungen unterliegen; was jedoch ihr inneres Wesen angeht, sind sie allumfassend, zeitlos und unbeschränkt.
Die tiefere Idee von Schmitta ist diese: Wir kennen keinen "Dualismus" von Materie und Geist; jede derartige Begriffsbildung ist abzulehnen. Die Tora lehrt uns, gerade im Gegenteil, dass es keine Trennung zwischen dem Geistige und dem Körperlichen gibt, dass es somit keinen Bereich des menschlichen Lebens gibt, aus dem G-tt ausgeschlossen werden könnte.
Darin liegt die tiefere Bedeutung der Einheit G-ttes, so wie wir Juden sie täglich (im Schma-Gebet) bekunden, und die wir angehalten sind, unseren Kindern einzuschärfen. Das ist in der Tat die Grundlage einer wahren jüdischen Erziehung, nämlich diese Überzeugung unseren Kindern beizubringen, diesen Glauben an G-ttes Einheit.
Schabbat Schalom
Psychologen haben festgestellt, dass ein Empfinden für eigene Größe und Selbstwertigkeit eine der grundlegenden Eigenschaften für die seelische Gesundheit sind.
Die Tora sagt: "Kränke keinen Juden und fürchte G-tt." Unsere Weisen erklären, dass dieser Vers sich auf das Sagen verletzender Worte und das Geben unangemessener (schädlicher) Ratschläge bezieht.
Welcher Politik folgten die Juden der biblischen Zeit? Waren sie Kapitalisten, Kommunisten, Sozialisten ...? Nein, sie waren Kohanim, Leviten und Israeliten. Und vor allem waren sie Realisten, weil sie ihre Gesetze unmittelbar von G-tt bekommen hatten.
Der große jüdische Führer Mose gilt als der bescheidenste Mensch auf Erden. Von all den Besonderheiten seiner starken Persönlichkeit ist es gerade die Demut, welche ihn vor allen Menschen auszeichnete und würdig machte das Wort G-ttes dem Volke Israel zu verkünden.
Ich gehe jeden Freitagnachmittag joggen und laufe an Ihrer Synagoge vorbei. Häufig sehe ich eine Menschenmenge davor. Um aber ehrlich zu sein, ich sehe keinen Grund warum Menschen jeden einzelnen Schabbat zu den G-ttesdiensten in die Synagoge gehen.
Das Zerstören oder Ruinieren von Lebensmitteln, Kleidung, Geschirr, Pflanzen, Wasserquellen oder anderer Dinge, die jemandem zu Nutzen kommen könnten, ist nicht gestattet, selbst wenn sie keinen Besitzer haben.