Schmini
Lieber Leser,
Sinn und Bedeutung der augenblicklichen Zeitspanne des "Omerzählens" lassen sich durch die folgenden Überlegungen erhellen:
Pessach ist bekanntlich das Fest, an dem wir die Befreiung aus Ägypten feiern, am Schawuot-Feste gedenken wir der Entgegennahme der Tora am Berge Sinai. Zwischen diesen beiden Festen liegen 49 Tage; und diese entsprechen den sieben Wochen, die es dauerte, bis die Israeliten Ägypten verlassen hatten, den Sinai erreichten und sich auf die Verkündung der Tora vorbereiten konnten. Während dieser Zeitspanne nun zählen wir die Tage – ganz analog der Handlungsweise der Israeliten damals, die (wie die Tradition uns berichtet) in ungeduldiger Erwartung der Offenbang der Tora jeden Tag zählten.
Für sie war, immerhin, eine gewisse Vorbereitungszeit unerlässlich; denn unmittelbar vor ihrem Auszuge aus Ägypten befanden sie sich in einem Zustand von sklavischer Unterdrückung, der in seiner erniedrigenden Form seinesgleichen suchte. Jeder, der mit den Zuständen im alten Ägypten einigermaßen vertraut ist, kann bestätigen, wie sittlich verderbt die ganze Lebensweise der Bewohner dieses Landes in jenen Tagen war. Gegen den verheerenden Einfluss einer solchen Umgebung war der Charakter der unterdrückten Hebräer nicht immer immun geblieben. Nichtsdestoweniger waren diese vorherigen Sklaven im Verlaufe von nur 50 Tagen in der Lage, das höchstmögliche Niveau von Vergeistigung zu erreichen, so dass sie würdig befunden wurden, bei G-ttes Enthüllung am Berge Sinai persönlich zugegen zu sein.
Schabbat Schalom
Aaron war 84 Jahre alt, ein ehrwürdiger Weiser und engagierter Führer. Er wurde auf seine Rolle als Hohepriester bereits seit sieben Tagen vorbereitet. Warum bekommt er nun im Gedanken an die Opferprozeduren „kalte Füße“?
Wenn jemand einen blühenden Obstbaum das erste Mal zur Blütezeit im Monat Nissan (April/Mai) sieht, spricht man diesen Segensspruch.
Bei einem koscherem Fisch müssen die Schuppen mit bloßem Auge erkennbar und von der Haut des Fisches leicht entfernbar sein, sei es von Hand oder mittels Instrument. Falls die Schuppen erst entfernt werden können, nachdem der Fisch in kochendem Wasser eingeweicht wurde, gibt es unterschiedliche Meinungen, ob der Fisch als koscher betrachtet werden kann.
Das Gebot: »Ihr sollt zählen vom Tag nach dem Feiertag, vom Tag, an dem ihr das Omer der Wendung dargebracht habt, sieben volle Wochen.« (Levitikus/Wajikra 23:15)
Das Pessach-Fest ist nun zu Ende; und wenn wir seinen Sinn richtig verstanden und es so begangen haben, wie es angebracht und angemessen ist, dann ist uns das damit verbundene besondere Ereignis wach in Erinnerung: die Befreiung unseres Volkes aus ägyptischer Knechtschaft.
Das sehr besondere Merkmal der augenblicklichen Tage zwischen Pessach und Schawuot ist die Sefira, das ist das an jedem von ihnen durchzuführende Omerzählen. Diese Jahreszeit ist so wohl durch außerordentliche physische wie durch vorzügliche spirituelle Aspekte gekennzeichnet.
Grundprinzipien der Kaschrut-Gesetze sind z.B. das Unterscheiden zwischen den Fleisch- und Fischarten, die gegessen und jenen, die von uns nicht gegessen werden dürfen, oder das Beharren, dass ein Tier den betreffenden Regeln gemäss koscher geschächtet wurde oder die Trennung von Fleisch und Milch.