Tezawe
Lieber Leser,
haben Sie bemerkt, wieviele Purim-Mizwot mit dem Buchstaben Mem beginnen? Zuerst gibt es da den Mikra Megilla mit der Geschichte von Esther und Mordechai. Dann fallen einem natürlich auch Matanot le Ewjonim - Gaben an Bedürftige - und Mischloach Manot - das Verschenken von Speisen und Süßigkeiten ein. Und das Mischte Purim - das feierliche Mahl an Purim - darf man auch nicht vergessen.
Im hebräischen ist der Buchstabe Mem eng mit der Idee der Erlösung verbunden. Der Zahlenwert von Mem ist 40, was den vierzig Jahren entspricht, die die Kinder Israel durch die Wüste umherwanderten, bevor sie nach Erez Israel, ins heilige Land, einziehen konnten. Und Purim ist auch das Fest der Erlösung, an dem wir der Rettung vom bösen Haman gedenken, der alle Juden - Männer, Frauen und Kinder - ausrotten wollte.
Haman beschuldigte die Juden, ein abgetrenntes, schwaches und zerteiltes Volk zu sein - "Mefusar" und "Mefuraf", ein Volk, zersplittert in kleine Gruppen, die nicht in Frieden miteinander leben. Die Juden jedoch bewiesen, dass Haman nicht Recht hatte. Sie zeigten ihre Messirut Nefesch - ihre Bereitschaft, mit dem Leben für ihr Judentum einzustehen - und zeigten ihre Liebe und innere Einheit zueinander. Sie waren, trotz allem, ein Volk geblieben!
Und so zeigen die Gebote des Purimfestes, dass wir ein vereintes Volk sind: wir verschicken Geschenke - Mischloach Manot, wir helfen den Bedürftigen - Matanot le Ewjonim, wir versammeln uns im Minjan (noch ein Mem) und feiern zusammen beim Purimmahl.
Unsere Einheit untereinander ist mit unserer Einheit mit G-tt verbunden, denn dies ist der innere Wesenskern jedes Juden: er kann und will nicht von G-tt getrennt sein. Und unser Glaube an G-tt beweist und belegt die Einheit G-ttes in dieser Welt, denn deshalb verstreute uns G-tt zwischen den Völkern, damit wir durch Tora und Mizwot überall G-ttes Einheit offenbaren.
Purim Sameach und Schabbat Schalom
Wir feiern Purim, weil G-tt die Juden durch ein Wunder von dem damaligen Edikt der völligen Ausrottung gerettet hat. Nach dem natürlichen Stand der Dinge war jene persische Ära eine der sorgenlosesten in der jüdischen Diaspora-Geschichte.
Das Buch Esther – Megillat Esther – gehört neben dem Pentateuch – Chumasch – und dem Buch der Psalmen – Tehillim – zu den meistgedruckten Texten der Bibel. Aus diesem Grund ist es mir eine besondere Freude dem deutschsprachigen Publikum diesen Band vorzustellen.
Ich weiß, von einem Juden wird erwartet, immer glücklich zu sein, aber wenn ich auf mich und mein Leben schaue, sehe ich keinen guten Grund, um glücklich zu sein.
Zahlreiche Faktoren spielten bei der Errettung der Juden vor Haman’s Anordnung eine Rolle. Dennoch bezieht sich der Name für das Fest auf ein scheinbar kleines Detail.
Auf den ersten Blick erscheint es verwunderlich, dass die Tora mit dem Befehl, einen kleinen goldenen Altar im Innern des Heiligtums aufzustellen, bis zu unserer Parascha gewartet hat.
Tezawe ist der einzige Wochenabschnitt der Tora, seit der Geburt Moses in Paraschat Schmot, in dem Moses Name nicht ein einziges Mal erwähnt wird. Der Baal Haturim schreibt, daß Moses Name in Paraschat Tezawe deswegen nicht erwähnt wird, um somit Moses Worte, "lösche mich aus Deinem Buch...", in einer gewissen Weise zu erfüllen. Folglich wird Moses im ersten Vers dieser Parascha auch nicht mit seinem Namen, sondern mit einem einfachen 'Du' angerufen.
Mit acht Gewändern kleidete sich der Hohe Priester um seinen Dienst im Tempel vollbringen zu können. Die Thora gibt uns eine detaillierte Beschreibung für ihre Anfertigung, darunter auch des Efod (Oberkleides).
