Matot-Masej
Lieber Leser,
der Abschnitt bei Masej beginnt mit dem Satz: „Dies waren die Reisen, mit welchen das jüdische Volk Mizrajim (Ägypten) verliess“. Danach werden 42 Orte aufgezählt, an welchen das Volk in seiner vierzigjährigen Wüstenreise Rast machte.
Eigentlich war es nur eine Etappe der Reise, welche das Volk von Ägypten hinaus führte – die Reise von Raamset nach Sukkot. Es muss deshalb verwundern, wenn dennoch alle 42 Reiseetappen als „Reisen mit welchen das Volk Mizrajim verliess“ bezeichnet werden.
Das Wort Mizrajim in seiner hebräischen Form bedeutet auch „Grenzen“. Das Verlassen von Mizrajim symbolisiert demnach das verlassen der Gefangenschaft in den eigenen Grenzen und die Erreichung höherer Ziele. Wenn ein Mensch sich innerhalb einer gewissen geistigen Grenze befindet, bedeutet die erste Reiseetappe schon eine Sprengung dieser Grenzen und eine Befreiung von „Mizrajim“. Doch wenn er nach dem Erreichen dieses neuen Ziels aufhört weiter zu suchen, wird ihm auch das neu erreichte Ziel wieder zum „Mizrajim“.
Das Leben kann mit einer Bergbesteigung verglichen werden: Es ist die Aufgabe des Menschen, ständig höhere Ziele zu erreichen, unterlässt er dies jedoch, fällt er umso niedriger. Was vorher noch ein Verlassen von Mizrajim bedeutete, ist jetzt selbst ein Mizrajim – Gefangenschaft. Nur wenn der Mensch auch weiterhin, seine Grenzen zu überwinden versucht, befindet er sich im Prozess der Erlösung.
Chasak, Chasak wenisChasek
Schabbat Schalom
Was ist wichtiger: das Geld oder der Mensch, das Geld oder die Kinder? Natürlich würde niemand zugeben, Geld über seine Kinder zu stellen; aber ist das nicht sehr verbreitet?
Im Wochenabschnitt Matot lesen wir, dass die Stämme von Ruben und Gad (später auch der halbe Stamm Manasse) das Land östlich des Jordans für sich beanspruchten, weil es für ihr Vieh das beste Weideland war.
Der Baal Schem Tow lehrt uns, daß die 42 Reisestationen des Jüdischen Volkes, wie sie in dieser Parascha aufgezählt werden, sich auch heute noch im Leben eines jeden einzelnen Juden widerspiegeln. Die Geburt ist dabei mit dem unmittelbaren Auszug aus Ägypten zu vergleichen. Von diesem Punkt an durchläuft jeder Jude schließlich 42 Stationen in seinem Leben.
Wie die dieswöchentliche Sidra berichtet (Num. 35), wurde Moses von G-tt aufgegeben, "Städte der Zuflucht" für die Israeliten zu bestimmen, und zwar für die Zeit, wenn sie das Gelobte Land betreten haben.
Was ist das größte Wunder unserer Generation? Der Sturz des Kommunismus? Der friedliche politische Wandel in Südafrika? Dass Fidel Castro immer noch Kuba beherrscht?
Awraham, Jizchak, Jaakow und Mosche standen vor G-tt und erfuhren, dass der erste Heilige Tempel zerstört werden sollte. Awraham rief: „Warum hast du mich auserwählt, diese Schande und Demütigung zu erfahren?