Mikez
Lieber Leser,
Grundsätzlich ist die "Botschaft" der Chanukkalichter eine dreifache; und die dabei in Frage kommenden Gesichtspunkte haben, selbstredend, eine direkte und praktische Auswirkung auf sehr kritische Probleme der augenblicklichen Zeit, wie folgt.
- Die Chanukkalichter (die doch das Licht von Tora und Mizwot versinnbildlichen) müssen nach Eintritt der Dunkelheit entzündet werden. Damit ist angedeutet, dass man sich von der vorherrschenden "Dunkelheit" ringsum nicht entmutigen lassen soll; auch ein "kleines" Licht von Tora und Mizwot kann schon viel von der Dunkelheit vertreiben – wie viel wirksamer kann da ein "großes" Licht sein!
- Die Chanukkalichter müssen so brennen, dass ihr Schein draußen (außerhalb des Hauses) sichtbar ist. Damit ist angezeigt, dass es nicht genügt, wenn man lediglich sein eigenes Heim mit dem Licht und der Wärme von wahrer Jüdischkeit anfüllt; vielmehr muss man das gleiche auch nach "außen" hin tun, also in der ganzen Nachbarschaft und in der größeren Gemeinschaft als solcher.
- Von Nacht zu Nacht wird die Zahl der Chanukkalichter größer. Daraus ist die Lehre zu entnehmen, dass man sich immer größere Mühe, in wachsender Leistungsfähigkeit, geben muss, das Licht von Tora und Mizwot zu verbreiten, wobei alle solche Bemühungen schon in sich selbst die Versicherung eines immer mehr ansteigenden Erfolges tragen.
Unsere Talmud-Weisen legen fest, dass Frauen nicht weniger als Männer an der Mizwa der Chanukkalichter teilhaben müssen, waren es doch gerade auch die Frauen, die einen wesentlichen Beitrag zu Errettung von der hellenistischen Oberherrschaft und Gewaltherrschaft "in jenen Tagen um diese Jahreszeit" geleistet haben. Insbesondere hatten die jüdischen Frauen das Verdienst, bis zur Selbstaufgabe die Entschlossenheit zu zeigen, dass die Unantastbarkeit des jüdischen Hauses und der jüdischen Frauen geschützt und gesichert blieben.
Chanukka Sameach und Schabbat Schalom
Der Mensch ist ständig auf der Suche, im besten Fall nach der Wahrheit. Schließlich erkennt er die „Welt der Lügen“ und möchte einfach ihrem Chaos entlaufen und wahren, ewigen Dingen anhängen – G-tt und Seinen Wegen. Das Einfachste wäre dann sich auf eine einsame Insel zu begeben, seinem inneren Wesen Ausdruck zu geben und G-tt ohne Störungen zu dienen.
Diese Woche lesen wir, wie Josef seinen Brüdern begegnet, die ihn vor 22 Jahren als Sklaven nach Ägypten verkauft hatten. Diesmal waren die Umstände jedoch ganz anders.
Das Buch der Psalmen oder Sefer Tehillim, wie es auf Hebräisch heißt, wurde von König David verfasst und ist in fünf Bücher geteilt.
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum jüdischen Lichterfest - Chanukka. Alles auf einen Blick, gern auch zum Ausdrucken gedacht.
Unsere Weisen im Talmud (Schabbat 21b) beschreiben das Wunder von Chanukka folgendermaßen: Als die Griechen das Heilige Land besetzt hielten, drangen sie in das Hechal (das innere Heiligtum des Tempels) ein und entweihten all das dort vorhandene Öl.
Der Rambam (Maimonides) entschied in seinen „Gesetzen zu Chanukka“, dass ein Mensch dessen finanzielle Mittel nur ausreichen, entweder Schabbat – oder Chanukkalichter zu kaufen, Schabbatlichter vorziehen soll.
Geschah Chanukka vor vielen Jahren? Oder geschieht es jetzt? Gab es je eine Zeit, in der es nicht passierte? Die Geschichte von einer kleinen Kerze, welche das Monster einer erschreckenden Dunkelheit vertreibt, lebt ewig in uns allen – und in der Welt um uns herum.
Warum nennen wir Chanukka das "Fest der Lichter"? Warum nicht "Die Erinnerung an das Öl" oder "Das Wunder der acht Tage"?