Als die bösen Römer herrschten, wurde der weise Rabbiner Elieser ben Parta verhaftet und wegen fünf Verbrechen angeklagt. Er wurde dem römischen Gericht vorgeführt und befragt.
„Warum hast du die Tora studiert, und warum hast du geraubt?“ Er erwiderte: „Wer das Schwert benutzt, liest kein Buch, und wer ein Buch liest, benutzt das Schwert nicht. Und wenn die erste Anschuldigung eine Lüge ist, dann ist die Zweite es ebenfalls.“
Sie befragten ihn weiter: „Warum wirst du Rabbi genannt?“ Er antwortete: „Ich bin ein Rabbiner der Weber.“ Um ihn zu prüfen, legten sie ihm zwei Stränge Zwirn vor und befahlen: „Zeige uns Kette und Schuss.“ Rabbi Elieser hatte keine Ahnung; aber ein Wunder rettete ihn. Zwei Vögel ließen sich auf dem Faden nieder, ein Männchen auf der Kette und ein Weibchen auf dem Schuss. Jetzt wusste er, was er sagen musste.
Man setzte die Befragung fort: „Warum bist du nicht in den römischen Tempel gekommen?“ Er erwiderte: „Ich bin alt und hatte Angst, niedergetrampelt zu werden.“
Die Ankläger ärgerten sich über diese Ausrede. „Hast du je gehört, dass alte Männer niedergetrampelt worden seien?“. In diesem Augenblick geschah ein zweites Wunder: Ein Bote informierte das Gericht darüber, ein alter Mann sei in einem römischen Tempel eben niedergetrampelt worden. Sie versuchten weiter, den Weisen zu überführen: „Warum hast du deinen Sklaven freigelassen, obwohl unser Gesetz das verbietet?“ Er stritt es ab.
Ein Zeuge wurde aufgerufen, um gegen Elieser auszusagen. Da erschien der Prophet Elija und sagte: „Hör auf, diesen Mann zu beschuldigen. Hast du nicht gesehen, dass Wunder für ihn geschehen? Wahrscheinlich wird sich jetzt ein weiteres Wunder ereignen, und wenn du ihn beschuldigst, wirst du dich und das Gericht in große Verlegenheit bringen.“
Aber der Mann wollte gegen Elieser aussagen. Er war ein wichtiger Bürger, der dem Kaiser in Rom einen Brief überbringen sollte. Den Brief hatten viele hohe Beamte unterzeichnet, und der Auftrag war eine große Ehre und brachte eine große Verantwortung mit sich. Als Elija erschien, erinnerte der Mann sich an den Brief und merkte, dass er ihn verloren hatte. Er war entsetzt bei dem Gedanken, dass er seinen wichtigen Auftrag nun nicht mehr erfüllen konnte. Voller Panik lief er aus dem Gerichtssaal, um den Brief zu suchen, und er vergaß, was er hatte aussagen wollen. So bewirkte Elija ein Wunder, und die Befragung des großen Weisen wurde abgebrochen. Er verließ das römische Gericht als freier Mann.
ב"ה
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