Ekew
Lieber Leser,
in der Parascha der letzten Woche lasen wir das erste Kapitel des Schma Jisrael's. Diese Woche folgt das Zweite. Aber es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden.
Manche Sätze sind sogar fast identisch. Das erste Kapitel ist im Singular geschrieben, das Zweite im Plural. Unterrichte deinen Sohn in der Tora, heißt es im ersten Kapitel; unterrichte deine Kinder in der Tora steht im Zweiten. Im Ersten heißt es: Nimm Tefillin in die Hand, und im Zweiten: Nimm Tefillin in die Hände.
Warum beides und nicht das eine oder das andere? Warum je ein Absatz für beide Fassungen? Nun, G-tt spricht zum Individuum, aber auch zur Gemeinschaft. Er wendet sich an den Juden, aber auch an das jüdische Volk. Der erste Absatz des Schma Jisrael's lehrt uns, dass jedes Individuum wichtig ist, sogar entscheidend, und dass G-tt jeden Einzelnen persönlich anspricht. Der zweite Absatz erinnert uns daran, dass es auch eine Summe aller Teile gibt, dass alle Individuen zusammen eine Gemeinschaft bilden. Und auch Gemeinschaften sind sehr wichtig. In mancher Hinsicht geht der Einzelne vor, in anderer Hinsicht die Gemeinschaft.
Schabbat Schalom
Sie ist an jedem „jüdischen Türpfosten“, ständig in Sichtweite und vom jüdischen Menschen gar nicht wegzudenken – die Mesusa. Eine kleine Schriftrolle mit dem jüdischen Glaubensbekenntnis soll den Juden ständig an seine Bindung mit G-tt erinnern. Außerdem verspricht die Mesusa all jenen, die sie an die Türpfosten anbringen, höchsten Schutz.
In der dieswöchentlichen Sidra, Ekew, werden wir nochmals angehalten, unsere Kinder die Tora zu lehren und sie zu studieren und zu diskutieren, "wenn du in deinem Hause sitzt, und wenn du unterwegs bist, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst" (Deut. 11, 19).
Vierzig Jahre wanderte unser Volk in der Wüste um sich auf den Einzug ins Land Israel vorzubereiten. Viele Prüfungen mussten wir bestehen, um sicherzustellen, dass wir unsere eigentliche Aufgabe – das Schaffen einer Wohnung für G-tt in dieser Welt – erfüllen könnten.
Ich weiß, was Sie sagen werden: Ich bin zu pingelig. Aber ich möchte mich nicht mit Halbheiten zu Frieden geben. Wo ist die Frau meiner Träume?
Das Gebot, Bikkur Cholim (Kranke zu besuchen), ist eine äußerst verdienstvolle Angelegenheit.
Die talmudischen Rabbiner haben diese Frage diskutiert (Brachot 7b). Die Mischna sagt, „das, was von etwas kommt, das nicht koscher ist, ist nicht koscher. Und das, was von etwas Koscherem kommt, ist koscher.“