Reeh
Lieber Leser,
Rosch Chodesch Elul leitet die erste Woche des Monats Elul ein. Nach dem Elul kommt dann der bedeutungsvolle Monat Tischrei; in ihn fallen die wichtigsten Feste des jüdischen Kalenders: Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot und Simchat Tora. Der Elul ist stets als der "Monat der reuigen Einkehr" betrachtet worden, ein Zeitabschnitt, in dem jeder einzelne Jude sich der Selbstprüfung und "Bestandaufnahme" unterzieht, um seine religiösen Leistungen im vergangenen Jahre zu überprüfen; gleichzeitig fasst er den festen Entschluss, es im kommenden Jahre besser zu machen.
Im Elul ist der Höchste aller Könige – G-tt – "auf den Feldern" und besucht Sein Volk. Während dieser Zeit ist die ehrfurchterweckende Majestät Seines Königtums nicht so augenscheinlich wie sonst, und alle, die sich dem König zu "nähern" suchen, können feststellen, dass dies verhältnismäßig leicht ist. Wahrlich, der König empfängt uns gnädig. Wir aber dürfen nicht den schweren Fehler begehen, zu vermeinen, wir seien deshalb nun vollkommen. Im Gegenteil, wir müssen stark an uns arbeiten; wir müssen unseren Charakter verbessern, unseren Glauben stärken und mit größerem Ernst und tieferem Gefühl beten, als wir es sonst im Jahre tun. Denn bald naht Rosch Haschana heran und kündigt den Monat Tischrei an; dann kehrt der König der Könige in Seinen Palast zurück und sitzt in ehrfurchtgebietender Majestät auf Seinem Throne, und er prüft kritisch das Betragen jedes Seiner Untertanen und entscheidet über seine Zukunft.
Schabbat Schalom
In unserer Parascha wird dem Menschen der Fleischgenuss erlaubt. Das Tier von welchem dieses stammt, muss jedoch zwei Kriterien erfüllen um als Koscher (geeignet, erlaubt) zu gelten.
"Du sollst ihm (dem Bedürftigen) gewiss geben und dein Herz soll sich nicht schlecht fühlen, wenn du ihm gibst" [Dwarim 15, 10].
Die dieswöchige Sidra beginnt mit den bekannten Worten (Deut. 11, 26-27): "Siehe, ich setze vor euch heute einen Segen und einen Fluch. Den Segen, dass ihr auf die Worte des Ewigen hört..."
Ein Mysterium, zum ersten Mal ausgesprochen unter der brennenden Sonne des alten Ägypten, am Sinai von einer Höheren Weisheit der Erde vermittelt.
Juden müssen sich heute mit vielen Problemen herumschlagen. Eines davon ist Schechita, das rituelle Schlachten von Geflügel, Lämmern und Rindern, damit wir das Fleisch essen dürfen.
„Seid fröhlich bei euren Festen!“ sagt uns die Tora. „Sei einfach fröhlich!“ Aber welche Feste sind gemeint? Der jüdische Kalender weist vier biblische Feste aus: Pessach, Schawuot, Sukkot und Schmini Azeret (Simchat Tora).