Wajakhel
Lieber Leser,
in einem der ersten Verse der Sidra Wajakhel (Exodus 35, 2) bringt die Tora die grundlegende Bedeutung des jüdischen Schabbat zum Ausdruck: "Sechs Tage soll Arbeit getan werden, und am siebten Tage soll es euch heilig sein, ein Schabbat der Schabbate für G-tt."
Es ist bemerkenswert, dass das Verb hier im Passiv steht, nämlich: "Arbeit soll getan werden" (statt des direkteren und einfacheren "sollst du Arbeit tun"). Damit wird angedeutet, dass die Tora eine Einstellung zur Arbeit anrät. Das heißt: obwohl man auf jeden Fall arbeiten muss, soll man sich doch nicht der schwersten Anstrengung aussetzen. Man soll, gleichsam, "über" der Arbeit stehen – als wenn sie sich von selbst vollenden würde. Des Menschen ganzes Interesse sollte sich nicht allein auf seine geschäftlichen Betätigungen konzentrieren.
Schabbat Schalom
Mit neununddreißig verschiedenen Arbeiten wurde das Heiligtum in der Wüste errichtet, und diese neununddreißig Tätigkeiten bilden die Basis für die verbotene Werktätigkeit am Schabbat.
Sie sind am Freitagnachmittag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Aber die vergangene Woche geht Ihnen nicht aus dem Kopf.
Ich komme eben von der Hochzeit meines Vetters (danke, Simchas auch Ihnen!). Der Abend war wunderbar, L’Chaims wurden ausgetauscht, und alle freuten sich königlich. Sogar meine Kinder vergaßen meist, mich zu plagen.
Wer sich seiner Seele und ihres g-ttlichen Auftrages bewusst ist, fügt der Kreativität eine neue Dimension hinzu. Die Frauen, die mit Mosche durch die Wüste wanderten, sahen ihre Seelen genau.
Als er schon weit über neunzig Jahre alt war, erzählte Reb Gerschon Schwarz sel. A. von einem Ausflug zum Hof von Rabbi David Twerski, dem Tolner Rebben.
