Pekudej
Lieber Leser,
Im Wochenabschnitt Pekudej finden wir die Verse: "Und die Kinder Israel taten alles, was G-tt dem Mosche befohlen hatte. Und sie brachten das Heiligtum zu Mosche".
Raschi, der berühmte Kommentator, merkt an, dass die Juden das unvollendete Heiligtum zu Mosche brachten, weil sie unfähig waren, es aufzurichten - dafür waren übermenschliche Kräfte notwendig. Mosche legte nur die Hände auf die vielen Bretter, Pfeiler usw., und hob sie hoch.
Daraus lernen wir, wie jeder Mensch sein eigenes inneres Heiligtum errichten kann. Als die Kinder Israel das materielle Heiligtum bauten, befolgten sie alles, was G-tt dem Mosche befohlen hatte. Obwohl G-tt ihnen noch nicht befohlen hatte, das Heiligtum aufzustellen, und obwohl sie es letztlich nicht selbst aufstellten, vergaßen sie nicht die geringste Kleinigkeit.
Das symbolisiert die Beziehung zwischen einem Juden und G-tt. Wir alle haben die Pflicht, von Anfang an das gesamte Judentum zu umarmen, auch die vielen Details der Mizwot, die G-tt uns befohlen hat. Möglicherweise - sogar wahrscheinlich - gelingt es uns nicht, unser Heiligtum allein zu errichten.
Chasak, Chasak wenisChasek
Schabbat Schalom
Mein Geburtsmonat ist Adar und ich freue mich jedes Jahr auf diesen Monat. Es ist ein Monat, mit dem wir meistens Freude assoziieren – mit dem von Fröhlichkeit erfüllten Purim.
Das Heiligtum hat zwei Namen, die jeweils eine distinkte Konnotation haben, die essentiell für das Verständnis der Natur des Heiligtums sind. 'Mischkan' ist der "Wohnort", und 'Mikdasch' ist das "Heiligtum".
Es ist faszinierend, dass wir bereits im Talmud lesen, welche Fragen uns einst das himmlische Gericht stellt. Nicht "Hast du an G-tt geglaubt" oder "Hast du am Jom Kippur gefastet?" Die erste Frage bei diesem letzten Examen ist tatsächlich: "Warst du im Geschäftsleben ehrlich?"
Der Wochenabschnitt „Pekudej“ bildet den Abschluss des zweiten Buches der Thora – Schmot, welches auch „das Buch der Erlösung“ genannt wird, denn darin wird über den Auszug aus Ägypten erzählt.
Der Monat Adar ist bekannt als Monat vom fröhlichen Feiertag Purim. Aber nicht nur Purim macht den Adar so besonders.
Für den Monat Adar hat unsere Tradition den Grundsatz aufgestellt: Vom Eintritt des Adar an wird die Freude vermehrt. Die Mischna (Taanit 4, 6) legt fest: "Wenn der Aw anfängt, ist weniger Freude am Platze" ...