Wajikra
Lieber Leser,
als G-tt Moses rief, um zum ersten Mal ins Heiligtum einzutreten, lautet der Vers Wajikra el Mosche – und G-tt rief zu Moses. Das Wort Wajikra wurde mit einem kleinen Alef geschrieben, und der Baal HaTurim sagt in seinem Kommentar zu diesem Vers, dass Moses aus Bescheidenheit dieses Alef kleiner als die anderen Buchstaben schrieb. Obwohl Moses von allen Juden auserwählt wurde, direkt mit G-tt zu kommunizieren, verkleinerte er seine Wichtigkeit: Er schrieb das erste Wort dieses Satzes ein bisschen wie Wajikar, "und G-tt stieß zufällig auf Moses."
Trotz der Tatsache, dass Moses ein grandioser Prophet und Tora-Gelehrter mit enormen Wissen war, war diejenige Eigenschaft, die G-tt für würdig hielt, in der Tora erwähnt zu werden, seine BescheidenheitMoses war die bescheidenste Person, die die Erde je gesehen hat.3 Es könnte auch die demütigste Person heißen. Demut bedeutet nämlich nicht, dass ein Mensch kein Selbstwertgefühl hat, sondern dieser Mensch weiß, was er hoch zu schätzen hat, - aber nur weil er weiß, von wem seine Eigenschaften in Wirklichkeit stammen: Von G-tt! Er sprach, und die Welt entstand. Moses wusste sehr genau, dass er G-ttes Auserwählter war, der die Juden aus Ägypten erlösen soll, der das Schilfmeer teilen, die Tora erhalten und das jüdische Volk durch die Wüste führen soll. Trotzdem blieb Moses bescheiden, weil er dachte, dass auch ein anderer - geboren mit gleichen Eigenschaften - möglicherweise bessere Resultate erzielt hätte.
Schabbat Schalom
Das dritte Buch der Thora „Wajikra“ beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Opferdienst, welcher einen wesentlichen Teil der Tempelarbeit darstellte. Auch wenn man heute ohne einen Tempel den Opferdienst praktisch nicht durchführen kann, gelten doch die Gesetze der Thora ewiglich.
Der Chassidismus lehrt viel über die dualen, widerstreitenden Kräfte in uns. Einerseits gibt es die menschliche Seele, die instinktiv und praktisch handelt und unbedingt überleben will.
Die augenblicklichen Tage zwischen Purim und Pessach sind eine passende Zeit, um einige Gedanken über die wichtige historische Rolle auszudrücken, welche jüdische Frauen an diesen Festen spielten, und über die Lehren, die wir daraus ziehen können.
Angenommen, ein Kind wächst in einem Haus auf, in dem alle schreien. Es ist kaum vorstellbar, dass das Kind nicht schreit. Oder es lebt in einem Haus, in dem die Moral schlecht ist. Dann wird die schlechte Moral zu seiner zweiten Haut, die es nur schwer abstreifen kann.
In der Regel haben in einer Sefer Tora alle Buchstaben die gleiche Größe. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. Manchmal gibt es einen Buchstaben, der gemäß der Mesora – der Tradition – größer als die anderen Buchstaben geschrieben wird, und manchmal gibt es einen Buchstaben, der kleiner als die normalen Buchstaben in dieser bestimmten Tora geschrieben wird.
Wenn jemand einen blühenden Obstbaum das erste Mal zur Blütezeit im Monat Nissan (April/Mai) sieht, spricht man diesen Segensspruch.
