Korach
Lieber Leser,
im Wochenabschnitt Korach begegnen wir einem Mann, der sehr intelligent, wohlhabend und begabt war. Er war geborener Levit und hatte in der Gemeinde Israels bereits eine herausragende Stellung. Dennoch scharte er andere Leviten um sich und forderte Mosches Führerschaft und Aharons Priesterschaft heraus.
„Die ganze Gemeinde ist heilig, und G-tt ist mitten in ihr“, erklärt Korach. „Warum erhebt ihr [Mosche und Aharon] euch über die Gemeinde des H-rrn?“
Wie tugendhaft. Wie demokratisch. Schließlich ist jede Seele ein Funke G-ttes. Warum also gibt es Unterschiede zwischen Juden, warum gibt es Stammesführer, Leviten, Priester und einen Hohenpriester? Sollen wir nicht alle eins sein, ohne Trennung und Unterschiede?
Rechtschaffene Empörung ist oft nur Neid mit einem Heiligenschein. Obwohl Korach als „Mann des Volkes“ auftrat, war er keineswegs so selbstlos, wie seine Worte glauben machen. Er ärgerte sich darüber, dass nicht er, sondern Aharon Hohepriester wurde, und fühlte sich deswegen in seinem Status verletzt.
Mosche antwortet ihm: „Es ist zu viel für dich, o Nachkomme des Levi.“
Mit anderen Worten: „Siehst du nicht, dass du bereits wundervolle Geschenke erhalten hast? Du gehörst zum auserwählten Volk. Als Levit bist du Hüter des Heiligtums. Du bist ein angesehener Würdenträger. Warum also bist du unzufrieden? Warum willst du Priester sein, obwohl G-tt einen anderen dafür auserwählt hat?“
Aber Korach wollte keinen Frieden, und sein Groll hatte letztlich verheerende Folgen. Die Weisen lehren: „Jeder Mensch hat seinen Platz.“
Warum sind dann so viele unzufrieden? Weil sie unbedingt haben wollen, was anderen gehört, anstatt ihre besonderen Gaben zu genießen.
Schabbat Schalom
Unser Wochenabschnitt erzählt über den Aufstand Korachs und seinen Anhängern gegen Mose, die das Amt des Kohen Gadol beanspruchten.
Korach, so erzählt uns die dieswöchige Sidra, lehnte sich gegen Moses' Führerstellung und Aarons Hohepriesterwürde auf. Nach der Tradition war Korach, an sich, ein weiser Mann; und so dürfte es naheliegen, dass seine Argumente weder belanglos noch töricht waren.
Sind Sie Zuschauer oder Teilnehmer? Sehen Sie sich Fußballspiele nur an, oder spielen Sie manchmal selbst? Ich wollte vor einigen Jahren die Stühle in Wimbledon dehnen. Nun, ja, ich hatte ein ordentliches Übergewicht.
Ich erinnere mich, die Nachrichten Sonntag früh (israelischer Zeit) gehört zu haben, und zum Flughafen geeilt zu sein. Ich erinnere mich, am Friedhof Stunden nach dem Begräbnis angekommen zu sein, inmitten einer immer noch nachströmenden Menschenmenge aus aller Welt, so wie es die ganze Nacht und noch die folgenden Tage und Nächte weiterging.
Rund zwei Jahrzehnte lang waren Levi Jizchak Freiden und seine Kameras häufig zu Besuch in 770 Eastern Parkway, der New Yorker Synagoge des Lubawitscher Rebben. Eine bunte Mischung aus professioneller Photographie, Charme und ausgesprochener Chuzpa wirkten zusammen.
Religion bietet Erlösung, Erleuchtung, einen Platz im Himmel. Religion lehrt die Besserung des eigenen Ich: Demut, Hingabe, Glaube.