Mezora
Lieber Leser,
die Sidra Mezora beginnt mit dem rituellen Reinigungsprozess des Aussätzigen. Die Hauptfrage die uns hier beschäftigen wird, ist, weshalb „Mezora“ als Name dieser Sidra gewählt wurde. (Die Namen der Sidrot, spielen in den Werken des Rebben eine zentrale Rolle. Jede Sidra hat ein zentrales Thema, dass die Sidra wie einen Leitfaden durchzieht. Dieses Thema wird im Namen der Sidra angedeutet.)
„Mezora“ („Der Aussätzige“) ist ein Name mit einem unangenehmen „Nebengeschmack“ und weshalb wird dieser Name benutzt, wo doch die Sidra in früheren Generationen „Sot Tihje“ genannt wurde? Um die Bedeutung des „Zaraat“ zu verstehen, müssen wir uns erinnern, dass er von unseren Weisen nicht nur als Krankheit, sondern als Strafe für die spezifische Sünde von „Laschon Hara“ (übler Nachrede) gesehen wird. Es war dieselbe Strafe, die auch schon Miriam gegeben wurde, als sie gegen Mosche sprach1. Ein Aussätziger musste von anderen Leuten isoliert und ausserhalb des Lagers leben, sobald seine Krankheit identifiziert wurde. Da der Aussatz auch eine geistige Dimension hatte, ist es denkbar, dass dies nicht nur eine hygienische Vorsorge, sondern auch einen moralischen, erzieherischen Zweck hatte. Seine Heilung und der darauffolgende rituelle Reinigungsprozess war nicht nur ein Zeichen einer physischen Verbesserung seines Zustandes sondern auch einer Regenerierung seiner geistigen Gesundheit.
Schabbat Schalom
Dieser Übergang von der Inspiration zum Handeln ist eine lebenslange Aufgabe. Eine Zeitlang studierte ich fast den ganzen Tag die Tora und die chassidische Lehre und war von Mentoren umgeben, die durch ihren Unterricht und ihr Verhalten die Botschaft von G-ttes Einheit verbreiteten. Dann war es vorbei.
Worte sind wie Pfeile und schwelende Kohlen, sagt der Psalmist und können auf viele Arten töten.
Laut dem Judentum wird der Mann bei Austritt seines Samens unrein. Doch die Thora spricht auch von der Krankheit des „Samenflüssigen“, welchem vermehrt unnatürlicher Samen abgeht.
Wenn jemand einen blühenden Obstbaum das erste Mal zur Blütezeit im Monat Nissan (April/Mai) sieht, spricht man diesen Segensspruch.
Ein schneller Pessach Überblick, angefangen vom Pessach-Putz über das Loswerden des Chamez bis hin zu den acht Tagen des Feiertags.
Dem Midrasch (Schmot Rabba 15, 12) zufolge setzte G-tt den Nissan als "Monat der Erlösung" fest. Nissan wurde als erster Monat des jüdischen Kalenders bestimmt; und er ist "Monat der Erlösung" in steter Erinnerung an die Befreiung Israels aus Ägypten ...
Vergangene Woche nahm ich an einem Lehrerweiterbildungskurs teil, um sich mit dem letzten Schrei moderner pädagogischer Erkenntnisse vertraut zu machen. Erst später wurde mir bewusst, dass mir hier eine ganz neue Perspektive zur „veralteten“ Haggada geboten wurde.